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Der große Unterschied zwischen der Geschichtsschreibung der frühen Neuzeit und der ihr folgenden des 19. und 20. Jahrhunderts liegt zum einen im neuen kritischen Umgang mit der schriftlichen Überlieferung und zum anderen in der Frage nach Entwicklungsmodellen. Die Geschichtswissenschaft des 17. Jahrhunderts ist in weiten Bereichen auf die Sammlung von Daten ausgerichtet. Das Kuriose und das Wunderbare gewinnen hier einen ähnlichen Stellenwert wie in den Wunderkammern. Die Kritik setzt hier gleichzeitig ein wie in den Naturwissenschaften. Man sucht ab den 1670er Jahren zunehmend nach einer Geschichtswissenschaft, die die Dokumentenlage rational erklärt und das Fiktionale aussondert. Mit der Diskussion um den Historischen Pyrrhonismus setzt in den 1680er Jahren eine Fundamentalkritik an allen schlicht Sammelnden und zusammenschreibenden Geschichtswerken ein. Autoren wie Pierre Bayle versuchen Kriterien zu etablieren, nach denen sich irrige und fiktionale Überlieferungen aus der Geschichtsschreibung ausschließen lassen (hier besteht keine Möglichkeit des Experiments, mit der man etwa einen König Artus als Helden mittelalterlicher Epen entlarven und aus der Geschichtsschreibung ausschließen kann). Das erkenntnistheoretische Problem wird am Ende nicht gelöst, die Geschichtsschreibung als ganze jedoch umgeformt von einem Projekt, das moralisch belehren soll zu einer Wissenschaft, die die Bedeutung von Dokumenten befragen soll.
Aufklärung
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Klassizistischer_Barock Der Invalidendom in Paris, eines der Hauptwerke des klassizistisch geprägten Barock in Frankreich (1679–1708) Mit dem Begriff des klassizistischen Barock (auch ''Barock-Klassizismus'', ''barocker Klassizismus'' oder ) wird eine Ausrichtung in der barocken Kunst und Architektur beschrieben, die sich in ihrer rationaleren Gestaltungsform von der stark ornamental-bewegten, gefühlsbetonten und dramatischeren Variante des Barock unterscheidet. Die Epoche umfasst das gesamte 17. und den Beginn des 18. Jahrhunderts bis etwa 1750. Klassizistische Erscheinungsformen ab etwa 1750 gehören bereits der Epoche des eigentlichen Klassizismus an und können auch bei Übergangsformen oder Mischungen mit dem vorhergehenden Spätbarock oder Rokoko nicht mehr korrekt als klassizistischer Barock eingestuft werden.
Klassizistischer_Barock Der Invalidendom in Paris, eines der Hauptwerke des klassizistisch geprägten Barock in Frankreich (1679–1708) Mit dem Begriff des klassizistischen Barock (auch ''Barock-Klassizismus'', ''barocker Klassizismus'' oder ) wird eine Ausrichtung in der barocken Kunst und Architektur beschrieben, die sich in ihrer rationaleren Gestaltungsform von der stark ornamental-bewegten, gefühlsbetonten und dramatischeren Variante des Barock unterscheidet. Die Epoche umfasst das gesamte 17. und den Beginn des 18. Jahrhunderts bis etwa 1750. Klassizistische Erscheinungsformen ab etwa 1750 gehören bereits der Epoche des eigentlichen Klassizismus an und können auch bei Übergangsformen oder Mischungen mit dem vorhergehenden Spätbarock oder Rokoko nicht mehr korrekt als klassizistischer Barock eingestuft werden.
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Im weiteren Sinn wird die gesamte Regierungszeit Alexander II. (1855–1881) als zeitlicher Rahmen für den russischen Nihilismus angegeben. Diese Einteilung wird vorwiegend in der westlichen Historiographie vorgenommen. Man unterscheidet eine Gründungsphase (1860–1869) und eine revolutionäre Phase (1870–1881). Getragen von der Aufbruchstimmung zur Zeit der Reformen unter Alexander II. formierte sich in der Gründungsphase des russischen Nihilismus ein sozio-kulturelles Gegenmilieu zur alten russischen Adelsgesellschaft. In Literatur und Philosophie wurden neue Gesellschaftsmodelle entworfen. Die revolutionäre Phase des russischen Nihilismus wurde mit dem Revolutionären Katechismus (1869) von Sergei Netschajew eingeleitet. Attentate auf Vertreter der Zarenherrschaft sowie der Zarenmord galten als Grundlage für die Schaffung einer neuen Gesellschaft. Im engeren Sinn wird der russische Nihilismus auf die Zeit zwischen Regierungsantritt Alexander II. (1855) und dem ersten Attentat auf den Zaren (1866) beziehungsweise dem Aufkommen der russischen populistischen Bewegung ''Narodniki'' um 1870 festgesetzt. Die russische Historiographie sowie neuere kulturwissenschaftliche Forschungsarbeiten nehmen diese Einteilung vor. Man unterscheidet gleichfalls zwei Phasen des russischen Nihilismus. Die erste Phase (1856–1861) ist durch Optimismus und politische Toleranz gekennzeichnet. Die (Adels-)Gesellschaft und das nihilistische Milieu sind im Einklang miteinander. Intellektuelle wie Alexander Herzen, Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski und Nikolai Dobroljubow gehören in diese Phase. Die zweite Phase (1862–1866) ist durch soziale Unruhe, die staatliche Reaktion und eine Skepsis hinsichtlich der gesellschaftlichen Veränderungsmöglichkeiten gekennzeichnet. Den theoretischen Hintergrund liefert Dmitri Pissarew (vgl. Confino, Pozefsky). Einige Wissenschaftler fassen nur Pissarew und seine Anhänger als Nihilisten auf.
Russischer_Nihilismus
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Konstantinos_Paparrigopoulos Der Historiker Konstantinos Paparrigopoulos Konstantinos Paparrigopoulos (, * 1815 in Konstantinopel; † 14. April 1891 in Athen) war ein griechischer Historiker und Publizist, der als Begründer der neugriechischen Geschichtsschreibung gilt. Er war der Hauptvertreter der romantischen Geschichtsschreibung im Griechenland des 19. Jahrhunderts, die durch die Wiederentdeckung des griechischen Mittelalters und seine Einbindung in der Nationalgeschichte gekennzeichnet ist. Mit seinem Hauptwerk Ιστορία του Ελληνικού Έθνους από των αρχαιοτάτων χρόνων μέχρι της σήμερον („Geschichte der Griechischen Nation von der ältesten Zeit bis heute“) hat er das Geschichtskonzept der griechischen Historiographie bis weit ins 20. Jahrhundert stark beeinflusst und damit auch zur nationalen Identitätsbildung der Griechen beigetragen.
Konstantinos_Paparrigopoulos Der Historiker Konstantinos Paparrigopoulos Konstantinos Paparrigopoulos (, * 1815 in Konstantinopel; † 14. April 1891 in Athen) war ein griechischer Historiker und Publizist, der als Begründer der neugriechischen Geschichtsschreibung gilt. Er war der Hauptvertreter der romantischen Geschichtsschreibung im Griechenland des 19. Jahrhunderts, die durch die Wiederentdeckung des griechischen Mittelalters und seine Einbindung in der Nationalgeschichte gekennzeichnet ist. Mit seinem Hauptwerk Ιστορία του Ελληνικού Έθνους από των αρχαιοτάτων χρόνων μέχρι της σήμερον („Geschichte der Griechischen Nation von der ältesten Zeit bis heute“) hat er das Geschichtskonzept der griechischen Historiographie bis weit ins 20. Jahrhundert stark beeinflusst und damit auch zur nationalen Identitätsbildung der Griechen beigetragen.
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Während des Krieges in Nordmali wurden von Seiten der Rebellen, Islamisten, diverser Milizen und der staatlichen Sicherheitskräfte grobe Verletzungen der Menschenrechte begangen; auch seit Vertreibung der Rebellen aus den Städten Nordmalis werden Menschenrechte immer wieder verletzt. Den Rebellen und Islamisten wird konkret vorgeworfen, Gefangene hingerichtet zu haben, sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verüben und in den beherrschten Gebieten mittelalterlich anmutende Körperstrafen wie Auspeitschungen, Steinigungen oder das Abhacken von Gliedmaßen zu vollziehen. Nach wie vor werden Ausländer zum Zweck der Lösegelderpressung entführt und zuweilen ermordet. Die Rebellen wie auch der Regierung nahestehende Milizen werden beschuldigt, Kindersoldaten rekrutiert und eingesetzt zu haben. Der Armee und anderen staatlichen Sicherheitsorganen wird vorgeworfen, im Zuge der Kampfhandlungen Flüchtlingslager und Zivilisten beschossen, willkürlich Menschen verhaftet und misshandelt zu haben, denen Verbindungen zu den Rebellen nachgesagt wurden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Militärputsch von 2012 kam es zu willkürlichen Verhaftungen und auch zu Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren.
Mali
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General Evren wurden von zahlreichen Bürgerrechtlern massive Menschenrechtsverletzungen während seines Militärregimes vorgeworfen. Hunderte Politiker wurden zwischen 1980 und 1983 in Haft oder Hausarrest genommen, tausende Regimekritiker gefoltert und hunderte mutmaßliche Staatsfeinde exekutiert. Der Nationale Sicherheitsrat erklärte am 28. Oktober 1980, dass seit dem Putsch etwa 11.500 Menschen verhaftet worden seien. 50 Exekutionen vollzog das Regime unmittelbar im Zuge des Putsches. In seiner Regierungszeit wurden verschiedene Gesetze eingeführt welche die Kurdische Sprache in vielen Bereichen des öffentlichen und auch privaten Lebens verbot. Des Weiteren wurde von Evren eine Existenz von Kurden in der Türkei geleugnet. Er nannte die Kurden Bergtürken.
Kenan_Evren
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Ab 1897 studierte er Ingenieurwissenschaft in Madrid. Dort waren seine ersten Veröffentlichungen zwei populärwissenschaftliche Artikel. 1903 war er in Buenos Aires, gründete mit Julio Rey Pastor die ''Unión Matemática Argentina'', und korrespondierte mit Henri Poincaré. Im Oktober 1904 reiste er nach Villeta, Paraguay, um für die argentinische ''El Tiempo'' über die politischen Unruhen zu berichten. Dabei kam er mit intellektuellen Revolutionären in Kontakt. Im Dezember zog er nach Asunción. Barrett erregte mit Ankündigungen, er wolle sich duellieren, Aufmerksamkeit. 1906 wurde bei ihm Tuberkulose diagnostiziert. Er berichtete über Menschenrechtsverletzungen infolge des Putsches des Albino Jara und wurde verhaftet, zehn Tage später aber wieder freigelassen. In 1908 zog er vorübergehend nach Montevideo. 1910 kehrt er schwer krank nach Europa zurück, wo er kurz nach dem Erscheinen von ''Moralidades Actuales'' starb.
Rafael_Barrett
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Zahlreiche Bürgerrechtler in der Türkei verlangten, dass Evren wegen des Putsches und der von seinem Regime begangenen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht gestellt werden solle. Dies war bis September 2010 nicht möglich, da die von den Putschisten in Kraft gesetzte Verfassung jegliche Verfahren gegen sie untersagte. 2007 ermittelte die türkische Justiz wegen des Verdachts der separatistischen Propaganda gegen Evren. Dieses Verfahren wurde jedoch eingestellt. Durch die am 12. September 2010 per Referendum angenommene Reform der türkischen Verfassung verloren Evren und andere Beteiligte des Putsches von 1980 ihre bisherige Immunität. Einige Bürgerinitiativen, Parteien und Menschenrechtler kündigten bereits wenige Tage nach der Volksabstimmung an, Evren vor Gericht bringen zu wollen. Am 4. April 2012 begann der Prozess wegen des Umsturzes der verfassungsmäßigen Ordnung. Neben Evren war auch der damalige Luftwaffenchef Tahsin Şahinkaya angeklagt. Nebenkläger waren Opferverbände sowie die Regierung und die Nationalversammlung. Im Juni 2014 wurden Evren und Şahinkaya zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt, die Evren wegen seines hohen Alters und einer Erkrankung jedoch nicht mehr antreten musste.
Kenan_Evren
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Am 14. Juni 1775, nach Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, hob der Kontinentalkongress zehn Kompanien für Operationen zu Lande aus und ernannte George Washington zum Oberbefehlshaber der „Kontinentalarmee“, die für die bisher unorganisierten Milizen und Freiwilligen eine Kommandostruktur bieten sollte. Sie war zu diesem Zweck in sechs regionale Departements eingeteilt. Der Kontinentalarmee stand ein erfahrenes, gut organisiertes und ausgerüstetes Kontingent der britischen Krone mit Unterstützung hessischer Söldner gegenüber. Den für die Unabhängigkeit kämpfenden Kräften gelang es, so lange einen vernichtenden Schlag der königlichen Truppen zu vermeiden, bis nach und nach die diplomatisch gewonnene Unterstützung griff. Der ehemalige preußische Offizier Friedrich Wilhelm von Steuben verbesserte Organisation und Ausbildung der Kolonistentruppen, während der Franzose Pierre Augustin Caron de Beaumarchais die Bewaffnung entscheidend verbesserte. Derart verstärkt begegnete die Kontinentalarmee den Briten zunehmend in offener Feldschlacht. Deren Position verschlechterte sich durch Versorgungsschwierigkeiten und die Zerstreuung der Truppen in der Region zunehmend, sodass sie den Krieg verloren. Bis zur endgültigen Abwehr der Briten starben 4000 Soldaten der Kontinentalarmee. Thomas Jefferson gründete 1802 in West Point, New York, die United States Military Academy. Sie war in den Vereinigten Staaten die erste ihrer Art und wurde auf einem der strategisch wichtigsten Vorposten des Krieges errichtet. Die ''US Military Academy'' brachte viele militärische und politische Führungspersönlichkeiten in jeder historischen Epoche des Landes hervor, unter anderem Ulysses S. Grant und Dwight D. Eisenhower.
United_States_Army
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Im Zuge des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (die Franzosen waren Verbündete der Amerikaner) wurde das Regiment bei der zweiten Eroberung von Menorca verwendet. Es verdankte diesen Einsatz seinem Kommandanten, dem Sohn von Louis Des Balbes de Berton de Crillon, duc de Mahon, Oberbefehlshaber der französischen Truppen bei der Belagerung von Gibraltar. „Bretagne“ konnte sich auf Menorca als Besatzung bei der Belagerung von Fort Saint-Philippe auszeichnen. Nachdem die Franzosen am 4. Februar 1782 hatten kapitulieren müssen, zogen sie ab und verstärkten die spanischen Belagerungstruppen vor der Festung Gibraltar. Während einer Beschießung der Belagerer durch britische schwimmende Batterien am 11. September 1782 wurden der Capitaine Bérard und 30 Männer getötet.
46e_régiment_d_infanterie
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Robert_Howe__General_ Robert Howe (* 1732 in Brunswick County, Province of North Carolina; † 14. Dezember 1786 ebenda) war ein General der Kontinentalarmee von North Carolina während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Der Nachkomme einer vornehmen Familie in North Carolina war einer von fünf Generälen und der einzige Generalmajor der Kontinentalarmee von North Carolina. Er war zudem Abgeordneter in den Kolonial- und Staatsversammlungen von North Carolina. Howe diente während des Siebenjährigen Krieges in Nordamerika in der kolonialen Miliz und kommandierte Fort Johnston, ein Fort an der Mündung des Cape Fear River. Er diente außerdem als Oberst in der Artillerie des britischen Gouverneurs William Tryon während des Aufstandes der Regulatoren. Daraufhin wurde er in der Landespolitik von North Carolina aktiv. Howe litt darunter, dass Tryon, mit welchem er befreundet war, seinen Gouverneursposten in North Carolina 1771 zugunsten des gleichen Amtes in New York aufgab, und bekämpfte dessen Nachfolger Josiah Martin energisch. Zu Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurde er zum Brigadegeneral befördert. Howe wurde am 9. September 1776 Kommandeur des südlichen Departements. Er kommandierte die Kräfte der Kontinentalarmee und der Patriotenmiliz bei der Niederlage im ''ersten Gefecht von Savannah''.
Robert_Howe__General_ Robert Howe (* 1732 in Brunswick County, Province of North Carolina; † 14. Dezember 1786 ebenda) war ein General der Kontinentalarmee von North Carolina während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Der Nachkomme einer vornehmen Familie in North Carolina war einer von fünf Generälen und der einzige Generalmajor der Kontinentalarmee von North Carolina. Er war zudem Abgeordneter in den Kolonial- und Staatsversammlungen von North Carolina. Howe diente während des Siebenjährigen Krieges in Nordamerika in der kolonialen Miliz und kommandierte Fort Johnston, ein Fort an der Mündung des Cape Fear River. Er diente außerdem als Oberst in der Artillerie des britischen Gouverneurs William Tryon während des Aufstandes der Regulatoren. Daraufhin wurde er in der Landespolitik von North Carolina aktiv. Howe litt darunter, dass Tryon, mit welchem er befreundet war, seinen Gouverneursposten in North Carolina 1771 zugunsten des gleichen Amtes in New York aufgab, und bekämpfte dessen Nachfolger Josiah Martin energisch. Zu Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurde er zum Brigadegeneral befördert. Howe wurde am 9. September 1776 Kommandeur des südlichen Departements. Er kommandierte die Kräfte der Kontinentalarmee und der Patriotenmiliz bei der Niederlage im ''ersten Gefecht von Savannah''.
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Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges orderte und erhielt 1777 die ehemalige Kolonie Georgia von dem Geschäftsmann Robert Farquhar aus South Carolina Waren, für die Georgia allerdings nicht wie vereinbart zahlte. Nach dem Tod des Warenhändlers erhob dessen Nachlassverwalter Alexander Chisholm 1792 Klage gegen Georgia, das nunmehr ein Gliedstaat der Vereinigten Staaten von Amerika war. Georgia lehnte es ab vor dem Obersten Gerichtshof zu erscheinen und berief sich dabei auf die Lehre der ''sovereign immunity'': Es unterliege als souveräner Staat ohne seine eigene Zustimmung nicht der Jurisdiktion der Bundesgerichte.
Chisholm_v._Georgia
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Seit dem Beitritt Portugals zur EG im Jahre 1986 hat sich Portugal zu einer zunehmend diversifizierten, vor allem auf Dienstleistungen ausgerichteten Ökonomie entwickelt. Dienstleistungen sind mittlerweile für etwa zwei Drittel des BIP verantwortlich. Wie in anderen Staaten Europas wurden weit reichende Privatisierungen durchgeführt und die Staatsausgaben reduziert. Im Jahre 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte wie elf andere Staaten am 1. Januar 2002 den Euro als Zahlungsmittel ein und löste damit den Portugiesischen Escudo ab. Das Wirtschaftswachstum hat mit etwa 3,3 % jährlich jenes des EU-Durchschnitts in den Jahren bis zur Weltwirtschaftskrise ab 2007 meist übertroffen. Trotzdem ist Portugal immer noch das ärmste ''Altmitglied'' der EU: Das Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftparitäten) liegt bei etwa 78 % des Durchschnitts der EU-Länder vor der Osterweiterung, wobei es im Jahr 1985 noch etwa bei 50 % lag. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Portugal einen Index von 77 (EU-28:100) (2015). Die Entwicklung im Land ist jedoch sehr unterschiedlich. Nimmt man nur den Großraum Lissabon, so liegt der Index hier mit über 100 inzwischen leicht über dem europäischen Durchschnitt (2014). 2011 schrumpfte die Wirtschaft um 1,7 % und 2012 um 3,2 %. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 konnte Portugal die Rezession überwinden. Im Jahr 2014 wurde ein Wachstum von rund 1 % erzielt. Für das Jahr 2015 werden knapp 2 % Wirtschaftswachstum erwartet. Das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen eines Arbeitnehmers beträgt aktuell ca. 1100 Euro brutto, der gesetzliche Mindestlohn liegt bei 515 Euro brutto. Das Bruttoinlandsprodukt Portugals betrug im Jahr 2017 193 Mrd. Euro. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr ca. 18.700 Euro. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Portugal Platz 42 von 137 Ländern (Stand 2017–2018). Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 77 von 180 Ländern. BIP/Kopf, KKS, (EU28=100) (2015)
Portugal
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Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bzw. BIP pro Einwohner ermöglicht einen Vergleich verschiedener, unterschiedlich großer Wirtschaftsräume miteinander und wird als Maß für den materiellen Wohlstand in einem Land oder einer Region angesehen. Es wird wie folgt berechnet: +Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2017 ökonomisch entwickelte Staaten sich ökonomisch entwickelnde Staaten Im Jahr 2017 lagen 16 der 20 Staaten mit dem weltweit niedrigsten BIP pro Kopf in Afrika. Afrika ist auch der Kontinent mit dem niedrigsten BIP pro Kopf – es betrug im Jahr 2017 lediglich 3.900 Int. US$ (PPP) pro Jahr. (Von einem niedrigen BIP pro Kopf kann jedoch noch nicht auf die Lebenszufriedenheit geschlossen werden, wie sie in anderen Indizes wie dem HPI zum Ausdruck kommt.)
Bruttoinlandsprodukt
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Weiterhin charakteristisch für das Wirtschaftsbild der Arabischen Liga sind vor allem die extremen ökonomischen Unterschiede zwischen den jeweiligen Mitgliedsländern. Vergleicht man beispielsweise das BIP des Staates Saudi-Arabien (618.744 Mio.) mit dem BIP des föderalen Staates Komoren (772 Mio.), wird dies sehr deutlich. Auch eine Umrechnung auf das Pro-Kopf-Einkommen macht den fundamentalen Unterschied innerhalb der Bevölkerung deutlich. Das Pro-Kopf-Einkommen in Katar mit 90.149 US$ pro Jahr weicht massiv vom Pro-Kopf-Einkommen in Somalia mit 600 US$ pro Jahr ab. Zum Vergleich: In Europa liegt das Pro-Kopf-Einkommen bei ca. 30.521 US$ im Jahr. Im Vergleich mit anderen Internationalen Organisation im Stile der Arabischen Liga wirkt die wirtschaftliche Situation in Anbetracht ihrer Größe und ihrer Bevölkerungsdichte ausbaufähig. Zum Vergleich: Das europäische BIP liegt mit 14.712.369 Mio. US$ über dem BIP der Arabischen Liga (2.765.867 Mio. US$). Außerdem liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen innerhalb der Arabischen Liga bei ca. 7.682 US$ pro Jahr. In der EU ist dieser Betrag ca. 4-mal so hoch.
Arabische_Liga
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Verfügbares Haushaltseinkommen in Portugal nach NUTS2 Regionen im Jahr 2016, Quelle: Eurostat Die regionale Ungleichheit betrachtet die Verteilung von Einkommen bzw. Vermögen in den verschiedenen Regionen innerhalb eines Landes. Im Norden und im Zentrum Portugals befinden sich die NUTS2 Regionen mit den niedrigsten verfügbaren Einkommen (11.600–12.460 Euro). Städte, wie zum Beispiel Porto oder Coimbra, sind davon betroffen. Die höchsten verfügbaren Einkommen (15.040–15.900 Euro) verzeichnen die Regionen rund um Lissabon. Die Regionen Alentejo und Algarve im Süden Portugals verfügen über ein durchschnittlich Haushaltseinkommen zwischen 12.460 und 13.320 Euro beziehungsweise 14.180 und 15.040 Euro. Die Azoren und Madeira (auf der beigefügten Karte jedoch nicht sichtbar) liegen westlich vom Festland und haben ein verfügbares Haushaltseinkommen zwischen 13.320 und 14.180 Euro. Anteil an der Gesamtbevölkerung (%) BIP/Kopf in Relation zu nationalem BIP/Kopf (%) ''Quelle:'' OECD, CITIES (2015) Die Daten der Tabelle beziehen sich auf das Jahr 2015 und zeigen das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Coimbra, Lissabon und Porto. Es ist leicht ersichtlich, dass Lissabon das höchste BIP/Kopf sowohl in absoluten Werten, als auch in relativen Werten im Vergleich zum nationalen BIP/Kopf aufweist. Generell lässt sich sagen, dass Lissabon ein überdurchschnittlich hohes BIP/Kopf aufweist: es ist um 30 %-Punkte höher, als das durchschnittliche BIP/Kopf eines Portugiesen. Coimbra und Lissabon haben zudem in absoluten als auch in relativen Werten eine ähnlich hohe Wirtschaftsleistung.
Einkommensverteilung_in_Portugal
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Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass das Phänomen Zeit im Bereich der Planck-Zeit von 10−43 s seine Eigenschaften als Kontinuum verliert. So führt die konsequente Anwendung der bekannten physikalischen Gesetze zu dem Ergebnis, dass jeder Vorgang, der kürzer ist als die Planck-Zeit, nur einem Objekt zugeordnet werden kann, das sofort zu einem Schwarzen Loch kollabieren muss (siehe Planck-Einheiten). Diese Überlegung zeigt, dass die bekannten physikalischen Gesetze jenseits der Planck-Zeit versagen. Eine Klärung der damit verbundenen Fragen erhofft man sich von einer noch zu entwickelnden Theorie der Quantengravitation, die die beiden fundamentalen Theorien der Physik, die Relativitätstheorie und die Quantenphysik, vereinigen würde. In einer solchen Theorie wäre die Zeit im Bereich der Planck-Zeit möglicherweise quantisiert. So geht man beispielsweise in der Loop-Quantengravitation, einem Kandidaten für die Theorie der Quantengravitation, davon aus, dass das Gefüge der Raumzeit ein vierdimensionales, schaumartiges Spin-Netzwerk mit „Blasen“ von der Größenordnung der Planck-Einheiten darstellt. Allerdings darf man sich diesen „Schaum“ nicht ''in'' Raum und Zeit eingebettet vorstellen, sondern der Schaum ''ist'' in dieser Theorie Raum und Zeit.
Zeit
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Instant Instant oder auch Instantan ist ein unendlich kleines Moment der Zeit; ein Zeitpunkt, dessen Stattfinden unmittelbar ist. Die Kontinuität der Zeit und ihre unendliche Teilbarkeit wurden zuerst durch Aristoteles in seinem Werk Physik durch die Paradoxien der Vielheit des Zenon thematisiert. Der Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell versuchte noch über zweitausend Jahre später die genaue Natur von instant zu definieren. In der Physik wurde als untere Grenze die Planck-Zeit vorgeschlagen, es ist die Zeit, die das Licht benötigt, um die Distanz einer Planck-Länge zurückzulegen. Die Planck-Zeit ist theoretisch die kleinste messbare Zeiteinheit, die möglich ist und sein wird, sie beträgt etwa 10−43 Sekunden. Im Rahmen der heute bekannten geltenden Gesetze der Physik ist es nicht möglich, Zeitabschnitte, die kleiner als die Planck-Zeit sind, zu messen oder festzustellen. Es ist daher mit heutiger Technologie unmöglich festzustellen, ob eine Aktion existiert, die „instant“ auftritt, oder ob das Zeitintervall zu klein zum Messen ist. Mit Stand November 2016 ist das kürzeste gemessene Intervall im Bereich vom 850 Zeptosekunden (850 * 10−21 Sekunden).
Instant Instant oder auch Instantan ist ein unendlich kleines Moment der Zeit; ein Zeitpunkt, dessen Stattfinden unmittelbar ist. Die Kontinuität der Zeit und ihre unendliche Teilbarkeit wurden zuerst durch Aristoteles in seinem Werk Physik durch die Paradoxien der Vielheit des Zenon thematisiert. Der Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell versuchte noch über zweitausend Jahre später die genaue Natur von instant zu definieren. In der Physik wurde als untere Grenze die Planck-Zeit vorgeschlagen, es ist die Zeit, die das Licht benötigt, um die Distanz einer Planck-Länge zurückzulegen. Die Planck-Zeit ist theoretisch die kleinste messbare Zeiteinheit, die möglich ist und sein wird, sie beträgt etwa 10−43 Sekunden. Im Rahmen der heute bekannten geltenden Gesetze der Physik ist es nicht möglich, Zeitabschnitte, die kleiner als die Planck-Zeit sind, zu messen oder festzustellen. Es ist daher mit heutiger Technologie unmöglich festzustellen, ob eine Aktion existiert, die „instant“ auftritt, oder ob das Zeitintervall zu klein zum Messen ist. Mit Stand November 2016 ist das kürzeste gemessene Intervall im Bereich vom 850 Zeptosekunden (850 * 10−21 Sekunden).
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In der Physik sind Chrononen bislang nur vermutete Zeitquanten. Ähnlich den Quanten, die die kleinste Energieeinheit darstellen, sollen Chrononen die kleinste Einheit auf der Zeitebene bestimmter Teilchen darstellen. Die Größe der Einheit wird für Elektronen in der Regel mit 2×10−23 Sekunden angegeben. Durch diese „Zeitquanten“ könnten einige Unstimmigkeiten in der Quantenphysik ausgemerzt werden. Die Idee dazu stammt aus einem Modell von Piero Caldirola (1914–1984). In der aktuellen Forschung spielt der Vorschlag von Chrononen kaum eine Rolle. Auf der einen Seite ist es durchaus sinnvoll, die Zeit in quantenähnliche Teile aufzuteilen – eine stimmige Quantengravitation wäre dadurch eventuell möglich. Andererseits ist das Chronon in der derzeitigen Ausdehnung zu groß, um ein kleinstes absolutes Zeitmaß abbilden zu können: Das viel kleinere Intervall der Planck-Zeit (10−43 Sekunden) spräche auf jeden Fall gegen die derzeitige Annahme des bisher definierten Intervalls, da die Größe erheblich unter der des Chronons liegt.
Chronon
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Summierte simpsonsche Formel für N=4 Hier unterteilt man das Intervall in nebeneinanderliegende, gleich große Teilintervalle mit Mittelpunkt und Länge mit . Da jetzt gegenüber Variante 1 doppelt so groß ist, ist gegenüber Variante 1 nur halb so groß. Somit muss in allen Formeln von Variante 1 das durch ersetzt werden. Für jedes gerade wendet man auf das Intervall die simpsonsche Formel an und addiert danach die entstandenen Näherungen. Für gerades gilt nun , und und man erhält:
Simpsonregel
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Der Lykurgusbecher, römisches Glas aus dem 4. Jh. Im 1. Jahrhundert stieg die Glasproduktion derart, dass das vormals rare und teure Material für weite Kreise erschwinglich wurde. Eine umfangreiche Produktion von Trinkgefäßen, Krügen, Schalen und Tellern setzte ein, anfangs meist manuell geformt oder abgesenkt, dann zunehmend mundgeblasen. Eine Vielzahl hochwertiger Spezialgläser beweist handwerkliche Meisterschaft, so die Mosaik-Fadengläser, Kameogläser, Goldfoliengläser, Gläser mit Emailmalerei und besonders die Diatretgläser, meist glockenförmige, prunkvolle Leuchtgefäße in Netzglastechnik, die bis heute wegen ihrer künstlerischen Qualität bewundert werden. Eines der berühmtesten römischen Gläser ist der im Besitz des Britischen Museums befindliche ''Lykurgosbecher'' aus dem 4. Jahrhundert, an dem eine dreidimensionale figurative Darstellung angebracht ist, die im Gegenlicht rot und im Auflicht opak-gelbgrün erscheint.
Glas
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Patentiert wurde der Reed-Kontakt 1936 von W. B. Elwood, der zu dieser Zeit in dem Bell Laboratories arbeitete. Allerdings war es damals noch nicht möglich, Reed-Kontakte in größerem Umfang herzustellen, da die Werkstofftechnik noch keine geeigneten Werkstoffe für die Kontaktzungen bereitstellen konnte. Die ersten im größeren Umfang verfügbaren Reed-Kontakte wurden erst ab Ende der 1950er Jahre hergestellt. Haupteinsatzgebiet war vor allem in 1960er bis 1980er Jahren die Fernmeldetechnik in den Vermittlungsstellen.
Reed-Relais
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Die Nacheile zu Lande, die immer unmittelbar die Souveränitätsrechte eines anderen Staates auf seinem Territorium berührt, beruht ausschließlich auf Völkervertragsrecht sowie auf Verwaltungsrecht der Bundesstaaten. So finden sich für die Nacheile durch die Exekutiven der Bundesländer innerhalb Deutschlands Verfahrensregelungen u. a. im Gerichtsverfassungsgesetz (Verfolgung von Flüchtigen über Landesgrenzen) sowie in diversen Länderabkommen, wie u. a. dem Prümer Vertrag. Bei der Nacheile zu Lande besteht nach dem Festhalten oder der Festnahme des Flüchtigen in aller Regel die Verpflichtung zu seiner Übergabe an die örtlichen Behörden. Im Heiligen Römischen Reich entstanden vertragliche Vereinbarungen zur Nacheile in größerem Umfang zuerst im 15. Jahrhundert, reichsrechtlich geregelt wurde die Nacheile in den Reichsabschieden von 1555 und 1559.
Nacheile
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Der Torpedo war bereits vor Erlass der EuGVVO von 2001 möglich, sogar noch in größerem Umfang als danach. Während nach der Rechtslage der EuGVVO ein Torpedo nur dann erfolgreich lanciert werden konnte, wenn die negative Feststellungsklage vor der eigentlichen Verletzungs- bzw. Leistungsklage eingebracht wurde, war es vorher aufgrund verschiedener internationaler Rechtshängigkeiten der einzelnen Klagen möglich, eine zuerst eingereichte Leistungsklage nachträglich mit einer negativen Feststellungsklage zu blockieren.
Torpedo__Recht_
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Paris wurde im Jahre 1790 Verwaltungssitz des Départements Seine mit der Ordnungsnummer 75 und ist seit der Neugliederung der Départements der ''Île-de-France'' im Jahre 1968 gleichzeitig Stadt und ''Département''. Abgesehen von der geografischen Gliederung in ''Rive Droite'', ''Rive Gauche'' und „Inseln“ ist Paris in Stadtbezirke (''Arrondissements'', abgekürzt Arrdt.) und Viertel (''Quartiers'') unterteilt. Die 20 nummerierten Stadtbezirke tragen die Postleitzahlen 75001 bis 75020 und durchziehen Paris spiralförmig von innen nach außen. Die Spirale beginnt im historischen Stadtkern, der Gegend um den Louvre, das ''Palais Royal'' und das ''Forum des Halles'', und endet nach zweieinviertel im Uhrzeigersinn verlaufenden Umdrehungen im Osten der Stadt, dem Arrondissement des Friedhofs Père Lachaise. Jedem Arrondissement steht ein Bürgermeister ''(maire d’arrondissement)'' vor, der im Bürgermeisteramt seines Bezirkes ''(mairie d’arrondissement)'' residiert. Jeder Bezirk untergliedert sich seinerseits in Viertel, französisch ''Quartiers''.
Paris
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Die Entstehung der Europawissenschaft ist nicht klar zu datieren. Da die Untersuchung von geographisch abgrenzbaren, europäischen Fragestellungen zu jeder Zeit Teil der Wissenschaft gewesen sein könnte, stellt sich die Frage, ab wann ein eigenständiges Bewusstsein für die Disziplin entstanden ist. Während in der Rechtswissenschaft mit dem Entstehen des Europarechts genaue Datierungen möglich sind, gestaltet sich das bei den Geistes- und Sozialwissenschaften schwieriger. Mit der tiefer gehenden europäischen Integration stieg der Bedarf an spezialisierten Fachkräften und Wissenschaftlern.
European_Studies
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Frühe Poststempel von Ottenstein Seit wann eine Postanstalt in Ottenstein (Ort mit Amtsgericht) bestanden hat, konnte nicht ermittelt werden. Im Königreich Westphalen gehörte Ottenstein im Departement der Fulda zum Distrikt Höxter im Kanton Bodenwerder. Ab 1. September 1810, mit der Einverleibung Hannovers, kam es in das Departement der Leine und gehörte zum Kanton Rinteln. Es gab hier eine Postexpedition unter dem Postexpediteur Wilke (1810–1812). Stempel aus dieser Zeit sind nicht bekannt. Neben Briefen mit Ortsvermerk gab es den Schreibschrift-Stempel mit und ohne Rand. Zwischen 1834 und 1843 wurde handschriftlich das Datum vermerkt. 1845 gab es den Zweikreissehnenstempel, bei dem auch das Datum handschriftlich eingefügt werden sollte. 1859 kam der Zweikreisstempel mit Datum, Jahreszahl und Uhrzeit. Die Briefmarken wurden mit dem Rostrautenstempel mit der Nummer „34“ entwertet. In den Adressbüchern (ab 1833) werden bis 1871 Postexpedienten aufgeführt. 1872 wurde die Postanstalt unter dem Postexpedienten und dann Postagenten Ludwig Beißenhirtz (1871–1893) in eine Postagentur und 1897 in eine Postverwaltung umgewandelt. Postverwalter war August Meiburg (1897–1916). Im Circular 82 vom 13. Oktober 1862 wurde der Landbotendienst in den Bezirken der Postanstalten zu Ottenstein und Hehlen geregelt.
Postroute_Braunschweig_Holzminden
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Oberste leitende, planende und vollziehende Behörde ist der Regierungsrat. Er besteht seit Mitte 2015 aus fünf vollamtlichen Regierungsräten, die vom Volk in einer Majorzwahl auf vier Jahre gewählt sind. Vorsitzender des Regierungsrates ist der Landammann, der durchs Volk auf zwei Jahre bestimmt wird. + Mitglieder des Regierungsrates (Amtsperiode 2019–2023) Departement Bildung und Kultur Departement Bau und Volkswirtschaft Departement Gesundheit und Soziales Departement Inneres und Sicherheit
Kanton_Appenzell_Ausserrhoden
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Besonders im römischen Reich waren Mosaiken weit verbreitet. Viele Fußböden und seltener auch die Wände in Wohnbauten der gehobenen sozialen Schichten wurden mit Mosaiken dekoriert. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert bevorzugte man vor allem schwarz-weiße Mosaiken, wobei geometrische Motive dominierten. Figürliche Darstellungen waren eher selten und wurden erst im 2. Jahrhundert beliebter; gleichzeitig kamen auch wieder mehrfarbige Mosaiken vor, die besonders in den nordafrikanischen Provinzen beliebt waren und einen eigenen Stil zeigten. Im Osten des Reiches herrschten klassisch griechische Stilelemente und Traditionen vor. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. entstand als besondere Kunstrichtung die christliche Mosaikkunst, sowohl im Westen als auch im Osten des Reiches. Frühchristliche Mosaiken in Rom bilden dabei einen besonderen Schwerpunkt, ebenso die vom Byzantinischen Reich beeinflussten Mosaiken im italienischen Ravenna. Auch in Deutschland befinden sich einige ältere Mosaiken, die aus der Zeit der römischen Besatzung stammen. Eines der bekanntesten Mosaiken ist das Dionysos-Mosaik in Köln, das im Jahr 1941 bei Schachtarbeiten gefunden wurde und über dem das Römisch-Germanische Museum errichtet wurde.
Mosaik
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Aufbau und Ikonographie der Cappella Palatina sind dadurch bestimmt, dass sie den beiden damals auf Sizilien verbreiteten Riten, dem seit dem 8. Jahrhundert auf Sizilien vorherrschenden byzantinischen Ritus und dem von den Normannenherrschern wieder eingeführten römischen Ritus entsprechen sollten. Während nach byzantinischer (östlicher) Tradition die Ikonographie vertikal zu lesen ist (wie in La Martorana), das heißt ausgehend von der Kuppel nach unten, ist sie nach lateinischer (westlicher) Tradition horizontal zu lesen (wie in der Kathedrale von Monreale), also von vorne (der Apsis aus) nach hinten. Beide Traditionen sind in der Cappella Palatina verknüpft. An das nach Art eines Zentralgebäudes ausgeführte Presbyterium mit Kuppel schließt sich ein dreischiffiges Langhaus nach Art einer westlichen Basilika an. Der Fußboden ist mit kunstvollem Marmor und Porphyr geschmückt. Die Decke aus Holz ist reich mit arabischer Schnitzkunst (Muqarnas) verziert. Gestützt wird diese von massiven Marmorsäulen mit korinthischen Kapitellen. Der Höhepunkt sind aber wohl die Mosaiken an den Wänden und in der Kuppel. Während sich in der Kuppel acht Engel um Christus als Pantokrator reihen, sind an den Seitenwänden Darstellungen des Lebens Christi und Paulus, sowie Episoden aus dem Alten Testament. Die Mosaiksteine bestehen aus farbigem und mit Blattgold verziertem Glas. Eine weitere Besonderheit ist eine Inschrift links des Eingangs in Latein, Griechisch und Arabisch, welche die engen kulturellen Verflechtungen der Entstehenszeit verdeutlicht. Die Inschrift erinnert an eine Wasseruhr, die Roger II erbauen ließ. An der Eingangsfassade im Innenhof des Palastes befinden sich Mosaike aus dem 19. Jahrhundert, welche durch Ferdinand I. (Sizilien) in Auftrag gegeben wurden. Das Eingangstor aus Nussbaumholz, von Rosario Bagnasco gefertigt, stammt ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Von 2003 bis 2008 wurden die Kapelle und ihre Mosaiken mit Unterstützung des deutschen Unternehmers und Kunstmäzens Reinhold Würth restauriert.
Cappella_Palatina
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Schwarz-weißes Mosaik aus dem Palast von Fishbourne Figürliches Mosaik, zweites Jahrhundert Aeneas und Dido auf einem Mosaik des vierten Jahrhunderts Raub der Europa (viertes Jahrhundert) Jesus Christus, viertes Jahrhundert Das große Orpheusmosaik von Woodchester, von Samuel Lysons 1797 veröffentlichte Zeichnung Die frühsten römischen Mosaiken stammen aus dem Palast von Fishbourne im Süden der Insel. Die Böden der frühesten Phase dieses Baues datieren um 75 bis 80 n. Chr. Es handelt sich um schwarz-weiße Mosaiken, die geometrische Muster tragen. Der Stil der Mosaiken deutet an, dass diese von einem Meister aus Italien ausgeführt wurden. Andere Mosaiken aus dem ersten Jahrhundert in Britannien sind selten. In Eccles in Kent fand sich in einer palastartigen Villa ein farbiges Mosaik mit der Szene eines Gladiatorenkampfes. Das Mosaik datiert auch in das erste Jahrhundert. Im zweiten Jahrhundert sind Mosaiken weit verbreitet und konzentrieren sich meist auf die Städte der Provinz. Zahlreiche Beispiele stammen aus Verulamium. Die Mosaiken sind jetzt in der Regel mehrfarbig. Figürliche Darstellungen sind beliebt und befinden sich oftmals in einem zentralen Feld in der Mitte des Bodens. Diese erste Blütezeit datiert vor allem zwischen den Jahren 150 bis 200 n. Chr. Die Qualität der Arbeiten variiert, doch erreichen die Figuren selten das Niveau gallischer oder italischer Arbeiten. Die Figuren wirken in der Regel schematisch und vor allem in der plastischen Ausformung sind die Figuren unbeholfen. Es gibt Andeutungen von Licht und Schatten, ohne dass wirklich ein plastischer Eindruck entsteht. Wenige Mosaiken können in das dritte Jahrhundert datiert werden. Die Krisenzeit des römischen Reiches war auch in Britannien zu spüren.
Römische_Mosaiken_in_Britannien
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Villa_Rustica__Coustaty_ Bei der Villa Rustica von Coustay handelt es sich um die Reste eines römischen Landgutes bei Coustaty nahe dem Ort Saint-Vincent-de-Cosse im Département Dordogne in Frankreich. Die Reste der Villa wurden 1817 entdeckt und kurz beschrieben. Zwei Mosaiken wurden gefunden und gezeichnet. 1882 wurden bei Bahnarbeiten Teile der Villa freigelegt. Es handelte sich jedoch um keine systematischen Ausgrabungen. Vor allem ist kein Plan der Villa erhalten. 1962 und 1974 wurden bei Straßenbauarbeiten weitere Funde gemacht. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass die Villa einst reich ausgestattet war. Sie war mit geometrischen Mosaiken dekoriert und hatte mit Akanthus-Blättern verzierte Säulen. Nach den gefundenen Münzen war die Villa vom ersten bis ins vierte Jahrhundert bewohnt.
Villa_Rustica__Coustaty_ Bei der Villa Rustica von Coustay handelt es sich um die Reste eines römischen Landgutes bei Coustaty nahe dem Ort Saint-Vincent-de-Cosse im Département Dordogne in Frankreich. Die Reste der Villa wurden 1817 entdeckt und kurz beschrieben. Zwei Mosaiken wurden gefunden und gezeichnet. 1882 wurden bei Bahnarbeiten Teile der Villa freigelegt. Es handelte sich jedoch um keine systematischen Ausgrabungen. Vor allem ist kein Plan der Villa erhalten. 1962 und 1974 wurden bei Straßenbauarbeiten weitere Funde gemacht. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass die Villa einst reich ausgestattet war. Sie war mit geometrischen Mosaiken dekoriert und hatte mit Akanthus-Blättern verzierte Säulen. Nach den gefundenen Münzen war die Villa vom ersten bis ins vierte Jahrhundert bewohnt.
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Die Arbeitslosenrate betrug im Mai 2018 4,9 % und liegt damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Im Jahr 2017 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 13,9 %. Im selben Jahr arbeiteten 2,7 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 20,5 % in der Industrie und 76,8 % im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für 2017 auf 670.000 geschätzt; davon sind 48,5 % Frauen. Aufgrund von Auswanderung und Alterung der Bevölkerung herrscht ein zunehmender Mangel an Arbeitskräften.
Estland
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Kenias Bruttosozialprodukt ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten überdurchschnittlich gewachsen. Da auch das Bevölkerungswachstum überdurchschnittlich war, hat sich dies nicht in einer wesentlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse der meisten Kenianer niedergeschlagen. Die Arbeitslosenquote wurde 2008 mit etwa 40 % angegeben, die Inflationsrate lag bei etwa 26 %. 2019 lag die Arbeitslosenquote hingegen bei 9,3 %. Kenias BIP pro Kopf betrug 2016 1.512 US-Dollar, womit es weltweit auf Rang 147 von 188 Ländern lag. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Kenia Platz 91 von 137 Ländern (Stand 2017/2018). Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegte es 2017 Platz 135 von 180 Ländern.
Kenia
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Die wichtigsten Wirtschaftszweige Melillas sind die Fischverarbeitung und der Schiffbau. Vom Freihafen aus werden vor allem Fisch und Obst sowie Eisen- und Bleierze exportiert. Weitere wirtschaftliche Stützen der Stadt sind der grenzüberschreitende Handel und finanzielle Transfers vom spanischen Festland und anderen Staaten der EU. Offizielle Währung ist allein der Euro, in vielen Geschäften werden aber auch marokkanische Dirhams angenommen. Im Vergleich mit dem BIP der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreicht Melilla einen Index von 95 (EU-27:100) (2006). Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 27,6 %.
Melilla
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Die Woiwodschaft Karpatenvorland gehört zu den ärmsten Regionen in der EU. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2006 einen Index von 35,8 (EU-27 = 100). 2015 hatte sich die Woiwodschaft auf einen Index von 48 (EU-28 = 100) verbessert. Die Arbeitslosenquote lag 2005 bei 16,7 %. Bis zum Dezember 2009 sank sie auf 15,5 Prozent, was 141.900 Personen entsprach. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2010 bei 14,7 %. Mit einem Wert von 0,830 erreicht das Karpatenvorland Platz 13 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.
Woiwodschaft_Karpatenvorland
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Das Elsass wurde im 5. Jahrhundert christianisiert und brachte im Mittelalter eine Reihe bedeutender Kirchen und Klöster hervor. In der Reformation spielte das Elsass durch Persönlichkeiten wie Martin Bucer eine große Rolle, und die Reichsstadt Straßburg wurde zu einem Zentrum der Reformation in Südwestdeutschland, jedoch blieb bis auf einige Territorien der größte Teil des Elsass katholisch. Auch andere Städte in Elsass wurden zum Hochburgen der Reformation vor 1530: Hagenau, Mülhausen, und möglicherweise Wissembourg. Die christlichen Konfessionen im Elsass haben sich bis heute ihre historisch bedingte Bindung an den Staat bewahrt. So bekommen die Gemeinden – anders als im übrigen Frankreich, wo 1905 die Trennung von Staat und Kirche vollzogen wurde – immer noch aufgrund der napoleonischen sogenannten Organischen Artikel Zuschüsse zu der Pfarrerbesoldung vom Staat als Staatsleistung. Die Protestantische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen gehört mit der Reformierten Kirche von Elsass und Lothringen zu der eigenständigen Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen. Der gleiche Status, der damit den Zustand des napoleonischen Konkordats von 1801 wiedergibt, gilt für die Elsässer Gemeinden der Römisch-katholischen Kirche in Frankreich. Insgesamt sind im Elsass etwa 70 % der Bevölkerung katholisch, 17 % protestantisch (die meisten davon Lutheraner, der Rest zumeist Reformierte und Täufer), und 5 % gehören anderen Religionen an. Das ist der höchste Anteil an Protestanten in allen heutigen französischen Regionen. Historisch waren die jüdischen Gemeinden stark vertreten, insbesondere im Vergleich zum inneren Frankreich. Dies hatte seinen Grund darin, dass die Juden schon im Mittelalter vollständig aus Frankreich vertrieben wurden, während sie sich im Elsass, das damals zum Heiligen Römischen Reich gehörte und erst viel später zu Frankreich kam, behaupten konnten. In den Jahren 1940–44 wurden viele elsässische Juden deportiert und ermordet, seit den 1960er Jahren siedelten sich vor allem in Straßburg viele sephardische Juden aus Nordafrika an, die die Gemeinden neu belebten. Organisatorisch sind die jüdischen Gemeinden vertreten durch die Konsistorien für den Hochrhein und den Niederrhein. Inzwischen sind auch Muslime hier stark vertreten, insbesondere durch Einwanderer aus der Türkei und dem Maghreb. Damit ist das Elsass der „religiöseste Teil Frankreichs“.
Elsass
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Die Wurzeln des Christentums liegen im Judentum im römisch beherrschten Palästina zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Es geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Mit dem Judentum ist das Christentum insbesondere durch den ersten Teil seiner Bibel verbunden, der den jüdischen heiligen Schriften des Tanach entspricht und im Christentum Altes Testament genannt wird. Ohne das Alte Testament wäre der christliche Glaube geschichtslos und bliebe unverständlich. Christen lesen die Texte des Alten Testaments allerdings von Jesus Christus her und auf ihn hin (christologische Interpretation). Das Christentum verbreitete sich in kurzer Zeit im Mittelmeerraum. Dabei übte der Hellenismus erheblichen Einfluss auf das christliche Denken aus.
Christentum
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Im Christentum führten erste Wallfahrten zu solchen Orten, die man der Überlieferung oder der Tradition zufolge mit dem Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi in Verbindung brachte. Zeugnisse aus dem 4. Jahrhundert belegen, dass es zu dieser Zeit bereits Wallfahrten ins Heilige Land gab. Als das Christentum sich immer weiter verbreitete, wurden auch Wallfahrten nach Rom zu den Gräbern der frühchristlichen Märtyrer und zu solchen Orten unternommen, die Stätten im Heiligen Land nachbildeten, etwa die Sacri Monti im italienischen Piemont und in der Lombardei. Auch zu den Gräber anderer Heiliger unternahm man Wallfahrten, wie auch an Orte, an denen über Marienerscheinungen und Wunderheilungen berichtet wurde. An solchen Orten wurde mit der Zeit für die Pilgerströme meist eine Wallfahrtskirche oder ein „heiliger Bezirk“ errichtet.
Wallfahrtsort
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Wann das Christentum in Bannwil Eingang gefunden hat ist nicht bekannt. Da die Kirche "Maria und Erzengel Michael" geweiht war, vermutet man, dass sie etwa zwischen dem fünften und achten Jahrhundert erbaut wurde. Die erste, hölzerne Kirche ist wahrscheinlich einmal abgebrannt, denn unter dem heutigen Kirchenboden befindet sich eine ca. 20 cm dicke Brandschicht. Wann der Grundstein zur heutigen Kirche gelegt wurde, ist nicht bekannt; man kann lediglich sagen, dass die Kirche mehr als 700 Jahre alt ist, da in den Urkunden nie von einem Neubau, sondern nur von Renovationen die Rede war. Die erste Erwähnung steht in einer päpstlichen Steuerrechnung aus den Jahren 1302–1304.
Bannwil
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Microsoft hat die Abwärtskompatibilität zu alten Xbox-Spielen zum Teil realisiert. Hierbei werden die Spieletitel des Vorgängermodells über eine spezielle Software emuliert. Ein Nachteil dieser Methode ist der hohe Rechenaufwand. Ebenfalls ist eine Festplatte in der Xbox 360 erforderlich. Auf der offiziellen Xbox-Seite gibt es eine Abwärtskompatibilitätsliste der verfügbaren Alttitel. Im November 2007 wurde das letzte Update der Software veröffentlicht und angegeben, dass die Entwicklung beendet ist und keine weiteren Titel mehr aufgenommen werden. Einige dieser älteren Spiele werden im Rahmen der Emulation in einer Grafik dargestellt, die besser ist als auf dem Vorgängermodell der Konsole, für die sie ursprünglich programmiert wurden. Die Grafik der in der Vergangenheit erfolgreichsten Spiele, wie zum Beispiel ''Halo 2'' werden so an das HD-Niveau der neuen Konsole angepasst. Sie werden in Auflösungen von 720p oder 1080i berechnet und profitieren dabei von den Antialiasing-Fähigkeiten der Xbox 360. Der Emulator bzw. Aktualisierungen sind über ''Xbox Live'' verfügbar. Beim Einlegen eines alten Xbox-Spiels in die Xbox 360 versucht die Konsole automatisch, sofern nicht durch Aktualisierungen der Xbox 360 bereits vorhanden, den Emulator herunterzuladen. Wenn man keine Internetverbindung besitzt, bietet Microsoft ebenfalls die Möglichkeit, den Emulator per PC von der offiziellen Xbox-Seite herunterzuladen, und manuell auf der Konsole zu installieren. Bei der Verwendung eines VGA-Kabels können keine emulierten Spiele mit 50 Hertz abgespielt werden, sondern nur NTSC-Spiele mit 60 Hertz.
Xbox_360
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Auf der Microsoft Xbox erschien im Jahre 2005 ein Remake des Spiels namens Conker: Live & Reloaded. Der Name leitet sich von dem Online-Dienst, Xbox Live, ab, da das Spiel (im Gegensatz zum N64-Original) im Online-Modus via Xbox Live spielbar ist; dabei kann man über das Internet mit bis zu 16 Spielern spielen. Die Multiplayervarianten des Originals sind jedoch nicht mehr enthalten, Live & Reloaded enthält allerdings einen vollständig neu entwickelten Online-Modus, der auch über LAN spielbar ist. Außerdem wartet das Remake mit übersetzten, wenn auch stärker zensierten, Bildschirmtexten und einer stark verbesserten Grafik auf.
Conker_s_Bad_Fur_Day
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Mit dem Programm Games with Gold bekommen Xbox-Live-Gold-Benutzer monatlich jeweils zwei Spieletitel für Xbox 360 und Xbox One kostenlos zum Download angeboten. Am Anfang jeden Monats erscheint ein neues Spiel und wird nach zwei Wochen durch ein weiteres Spiel ersetzt, das dann bis zum nächsten Monat erhältlich ist. Die Spiele sind auch nach dem Angebot und unabhängig von der Dauer der Mitgliedschaft spielbar. Das Angebot gilt als eine Reaktion auf Sonys Instant-Game-Collection-Programm der PlayStation-Plus-Mitgliedschaft.
Xbox_Live
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Xbox Live stellt mit 90 Millionen registrierten Nutzern (Stand: April 2020) Microsofts Online-Community dar. Über den Xbox Games Store können Inhalte heruntergeladen werden. Xbox Live Gold ist ein kostenpflichtiges Upgrade von Xbox Live. Als Mitglied erhält man monatliche Spiele und die Möglichkeit, Spiele online spielen zu können. Xbox Play Anywhere ermöglicht es, bereits gekaufte Xbox-Spiele jederzeit auf einem Computer mit dem Betriebssystem Windows 10 kostenlos zu spielen. Xbox Video ist ein kostenpflichtiger Service, über den man Filme herunterladen kann.
Xbox__Marke_
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Im Rahmen des antiisraelischen Paradigmas hat der Iran nach 1979 die politischen und wirtschaftlichen Kontakte mit Israel abgebrochen, von den israelischen Waffenlieferungen an den Iran von 1980 bis 1986 im ersten Golfkrieg abgesehen. Iran bestreitet Israel jedes Recht auf Existenz. Chamenei bezeichnete Israel als ein zu beseitigendes „Krebsgeschwür“. Die Repräsentanten der jüdischen Minderheit im Iran, Haroun Yashyaei und Ciamak Moresadegh, sehen einen Antizionismus, doch keinen Antisemitismus im Iran, was von Beobachtern teils bestätigt und teils in Abrede gestellt wird. Moresadegh, als Abgeordneter der jüdischen Minderheit im iranischen Parlament, verglich die israelische Militäroffensive in Gaza 2014 dagegen mit NS-Aktionen während des Zweiten Weltkriegs. Propagandistischer Höhepunkt ist der seit 1979 jährlich stattfindende al-Quds-Tag mit seinen staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel. Ferner wurden 2006 und 2014 sogenannte „internationale Holocaust-Konferenzen“ veranstaltet, bei denen Antizionisten, Rechtsextremisten und Islamisten den Holocaust leugneten und das Existenzrecht Israels bestritten. Zudem unterstützt Iran im Rahmen seiner antiisraelischen Staatsdoktrin offen radikalislamische Terrorgruppen wie Hamas und Hisbollah im bewaffneten Kampf gegen Israel. In einer vieldiskutierten Rede vom 26. Oktober 2005 griff der iranische Präsident Ahmadineschad die seit 1979 von beiden Führern vorgegebene und regelmäßig von verschiedenen Repräsentanten des Iran vorgetragene Vernichtungsdrohung gegen Israel auf und forderte: In einigen Medien, darunter auf der Webseite der staatlichen iranischen Rundfunkanstalt IRIB, wurde der Satz mit übersetzt. Auch in der Regierungszeit Rohanis behielt Iran seine feindliche Haltung bei und unterstrich diese u. a. mit mehreren Raketentests Anfang März 2016. Getestete Geschosse waren laut der staatlichen Nachrichtenagentur ''Fars'' mit dem Satz „Israel muss ausradiert werden“ beschriftet. Zudem erklärte ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionswächter in diesem Zusammenhang, dass das iranische Raketenprogramm gegen Israel gerichtet sei: „Wir haben unsere Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern gebaut, um unseren Feind, das zionistische Regime, aus einer sicheren Entfernung treffen zu können“. Die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland betrachteten die Tests als Verstoß gegen das kurz zuvor geschlossene Atomabkommen.
Iran
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Während der Islamischen Revolution wurde von Iran jeglicher politischer, wirtschaftlicher oder sonstiger Kontakt zu Israel abgebrochen. Sämtliche Vereinbarungen und Verträge, die in der Vergangenheit zwischen Israel und Iran geschlossen worden waren, wurden auf Anordnung des Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini annulliert. Die Ermordung des Präsidenten der Jüdischen Gesellschaft Teherans, des Selfmade-Millionärs und Besitzer der Plasco-Fabriken, Habib Elghanian, von einem Erschießungskommando am 9. Mai 1979, drei Monate nach der Rückkehr Chomeinis, gilt als Startsignal des Exodus der ursprünglich 65.000 Iraner jüdischen Glaubens auf heute ca. 8700. Die islamische Revolution in Iran führte zu einer fundamentalen Änderung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Der Kampf gegen Israel wurde iranische Staatsdoktrin. Die Führung des nunmehr in eine islamische Theokratie umgewandelten Iran erkannte fortan das Existenzrecht Israels als jüdischer Staat nicht mehr an. Iran strebt stattdessen einen Staat Palästina auf dem Gebiet des heutigen Israel an und bezeichnet das gesamte von der UNO anerkannte Staatsgebiet Israels als ''„besetzte Territorien“'' und die israelische Regierung als ''„zionistisches Regime“''. Teil dieser staatlichen Propaganda ist der von Chomeini ausgerufene, alljährliche „Al-Quds-Tag“. Während des Iran-Irak-Kriegs beschaffte der Iran Waffen aus Israel für jährlich etwa 500 Millionen US-Dollar. Nach dem Jahre 1985 verkaufte Israel amerikanische Waffen an den Iran, vor allem Raketen und Ersatzteile für die Jagdbomberflotte, die insgesamt einen Wert von etwa 2 Milliarden US-Dollar hatten. Dies führte im Jahr 1987 zu einem politischen Skandal, der als Iran-Contra-Affäre bekannt wurde. Israelische Waffenverkäufe sind auch nach dem Krieg vorgekommen, wenngleich deutlich sporadischer.
Iranisch-israelische_Beziehungen
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Operation_Hannibal Mit der Operation Hannibal soll, nach Angaben von Victor Ostrovsky (wie sie ''Die Welt'' und der Norddeutsche Rundfunk wiedergeben), Israel in der Zeit des Ersten Golfkrieges Waffen an den Iran geliefert haben. Konkret sollen dabei Teile für das Kampfflugzeug McDonnell F-4 geliefert worden sein. Da Israel mit dem Iran jedoch verfeindet war, sollen die Geschäfte über Drittländer, bspw. in der deutschen Stadt Kiel, abgewickelt worden sein. Israel soll sich dadurch eine Stärkung des Iran im Krieg gegen den Irak versprochen haben. Auch soll Israel iranische Soldaten in Schleswig-Holstein an Flugsimulatoren ausgebildet haben. Der Mossad, der Bundesnachrichtendienst und Uwe Barschel sollen von der Operation Kenntnis gehabt haben. Einer Ausweitung der Operation soll Barschel widersprochen und geplant haben, nach der Barschel-Affäre darüber auszusagen. Dieses Risiko habe der Mossad nicht eingehen können, weshalb in dessen Auftrag Barschel getötet worden sein soll, so Ostrovsky.
Operation_Hannibal Mit der Operation Hannibal soll, nach Angaben von Victor Ostrovsky (wie sie ''Die Welt'' und der Norddeutsche Rundfunk wiedergeben), Israel in der Zeit des Ersten Golfkrieges Waffen an den Iran geliefert haben. Konkret sollen dabei Teile für das Kampfflugzeug McDonnell F-4 geliefert worden sein. Da Israel mit dem Iran jedoch verfeindet war, sollen die Geschäfte über Drittländer, bspw. in der deutschen Stadt Kiel, abgewickelt worden sein. Israel soll sich dadurch eine Stärkung des Iran im Krieg gegen den Irak versprochen haben. Auch soll Israel iranische Soldaten in Schleswig-Holstein an Flugsimulatoren ausgebildet haben. Der Mossad, der Bundesnachrichtendienst und Uwe Barschel sollen von der Operation Kenntnis gehabt haben. Einer Ausweitung der Operation soll Barschel widersprochen und geplant haben, nach der Barschel-Affäre darüber auszusagen. Dieses Risiko habe der Mossad nicht eingehen können, weshalb in dessen Auftrag Barschel getötet worden sein soll, so Ostrovsky.
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Soldat im Iran-Irak-Krieg, der auch durch den Einsatz chemischer Waffen durch den Irak gekennzeichnet wurde. Das bekannteste Beispiel eines Grabenkrieges nach dem Ersten Weltkrieg war der Iran-Irak-Krieg. In diesem Krieg verfügten beide Seiten über eine große Infanteriearmee, jedoch nur sehr wenig gepanzerte Fahrzeuge, Flugzeuge oder das notwendige Training. Das Ergebnis war ein mit dem Ersten Weltkrieg vergleichbarer Kampf mit Schützengräben und dem Einsatz chemischer Waffen.
Grabenkrieg
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Die Zeitdifferenz der Westeuropäischen Sommerzeit (WESZ) zur Koordinierten Weltzeit (UTC) (früher Greenwich Mean Time, GMT / Universal Time, UT) beträgt eine Stunde (UTC+1), während die Westeuropäische Zeit (Normalzeit) um null Stunden von der UTC abweicht (UTC±0). Im internationalen Sprachgebrauch wird die Westeuropäische Sommerzeit auch als ''Western European Summer Time'' (WEST) oder ''Western European Daylight Saving Time'' (WEDT, amerikanisch auch WET DST), in Großbritannien als ''British Summer Time'' (BST) bezeichnet.
Sommerzeit
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Die westeuropäische Zeit und osteuropäische Zeit werden – absolut – gleichzeitig mit der mitteleuropäischen Zeit auf Sommerzeit umgestellt, also um 1:00 Uhr bzw. 3:00 Uhr Zonenzeit. Auch in Russland begann und endete die Sommerzeit an denselben Tagen wie in Mitteleuropa. Dort stellte man die Uhr zwar auch um eine Stunde vor, im Ergebnis jedoch um zwei Stunden gegenüber der jeweiligen Zonenzeit, weil die aus Sowjetzeiten fortgeltende so genannte Dekretzeit für das ganze Jahr die Addition von einer Stunde zur jeweiligen Zonenzeit vorschreibt. Seit 2011 wurde die Sommerzeit nicht mehr zurückgestellt. Im Oktober 2014 wechselte Russland aber wieder zur Normalzeit und verzichtet künftig auf den halbjährlichen Gebrauch der Sommerzeit. Das ukrainische Parlament verabschiedete im Herbst 2011 eine Verordnung, die die Umstellung auf die Normalzeit abschaffte. Diese Maßnahme wurde einige Wochen später wieder rückgängig gemacht. Der Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit wird in der Ukraine seit 1981 gleichzeitig mit den meisten Ländern Europas durchgeführt. Andere Staaten mit Sommerzeit haben abweichende Umstellungstermine. Die Sommerzeit beginnt aber durchwegs in den Monaten März oder April und endet in den Monaten September, Oktober oder November (in den Staaten auf der Südhalbkugel umgekehrt).
Sommerzeit
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None__Tageszeit_ Die None oder auch die ''Non'', von lateinisch ''nona hora'' (neunte Stunde), ist die neunte Stunde des lichten Tages, ursprünglich von 6 Uhr an gerechnet, später nach kirchlicher Tageseinteilung von der Frühmette gegen 3 Uhr an. Sie entspricht 15 beziehungsweise 12 Uhr heutiger Tageseinteilung (dies gilt jedoch nur, wenn die Uhrzeit der Sonnenzeit entspricht, also bei Tagundnachtgleiche in Normalzeit sowie am richtigen Längengrad, bei MEZ ist das der 15., siehe Temporale Stunde). Von der Tageszeit übertrug sich die Bezeichnung auf das zugehörige Stundengebet, siehe Non. Von der lateinischen Bezeichnung leitet sich das englische Wort ''noon'' (Mittagszeit) her, bekannt durch den Westernfilm High Noon. Die Nonen – nur im Plural gebraucht – sind auch bestimmte Tage im römischen Kalender.
None__Tageszeit_ Die None oder auch die ''Non'', von lateinisch ''nona hora'' (neunte Stunde), ist die neunte Stunde des lichten Tages, ursprünglich von 6 Uhr an gerechnet, später nach kirchlicher Tageseinteilung von der Frühmette gegen 3 Uhr an. Sie entspricht 15 beziehungsweise 12 Uhr heutiger Tageseinteilung (dies gilt jedoch nur, wenn die Uhrzeit der Sonnenzeit entspricht, also bei Tagundnachtgleiche in Normalzeit sowie am richtigen Längengrad, bei MEZ ist das der 15., siehe Temporale Stunde). Von der Tageszeit übertrug sich die Bezeichnung auf das zugehörige Stundengebet, siehe Non. Von der lateinischen Bezeichnung leitet sich das englische Wort ''noon'' (Mittagszeit) her, bekannt durch den Westernfilm High Noon. Die Nonen – nur im Plural gebraucht – sind auch bestimmte Tage im römischen Kalender.
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Sommerzeit Frühling: Umstellung von Normalzeit auf Sommerzeit – die Uhr wird um eine Stunde ''vor''gestellt. Herbst: Umstellung von Sommerzeit auf Normalzeit – die Uhr wird um eine Stunde ''zurück''gestellt. Als Sommerzeit wird die gegenüber der Zonenzeit meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit bezeichnet, die während eines bestimmten Zeitraums im Sommerhalbjahr (und oft auch etwas darüber hinaus) als gesetzliche Zeit dient. Eine solche Regelung wird fast nur in Ländern der gemäßigten Zonen angewandt. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr MEZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt wird. Sie endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr MESZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt wird.
Sommerzeit Frühling: Umstellung von Normalzeit auf Sommerzeit – die Uhr wird um eine Stunde ''vor''gestellt. Herbst: Umstellung von Sommerzeit auf Normalzeit – die Uhr wird um eine Stunde ''zurück''gestellt. Als Sommerzeit wird die gegenüber der Zonenzeit meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit bezeichnet, die während eines bestimmten Zeitraums im Sommerhalbjahr (und oft auch etwas darüber hinaus) als gesetzliche Zeit dient. Eine solche Regelung wird fast nur in Ländern der gemäßigten Zonen angewandt. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr MEZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt wird. Sie endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr MESZ, indem die Stundenzählung um eine Stunde von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt wird.
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Bei der Entwicklung der sexuellen Orientierung spielen Hormone und chemische Substanzen eine wichtige Rolle und zwar bereits im Mutterleib. Vor allem Pheromone und Testosteron beeinflussen die Entwicklung. Pheromone beeinflussen allgemein das Sexualverhalten. In Studien wurde gefunden, dass männliche Pheromone die Hypothalamus- Aktivität heterosexueller Frauen, als auch die homosexueller Männer stimulieren. Bei heterosexuellen Männer rufen diese männlichen Pheromone jedoch keine Reaktion hervor. Dazu sei gesagt, dass der Hypothalamus mit Instinktverhalten und Sexualfunktionen assoziiert ist . Ein weiterer Befund ist, dass Mädchen, die im Mutterleib einen hohen Testosteronspiegel ''(z.B. aufgrund der Nebennierenerkrankung CAH)'' aufweisen mit höherer Wahrscheinlichkeit bi- oder homosexuell werden .
Sexuelle_Orientierung
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Bis jetzt sind noch keine endgültigen und genauen Ursachen für die Entstehung von nicht heterosexuellen Verhalten identifiziert. Trotzdem gibt es einige Evidenzen für Einflüsse, die eine Rolle bei der Entwicklung davon spielen. Generell geht man momentan davon aus, dass es ein komplexes Zusammenspiel von biologischen als auch umweltbedingten/ sozialen Faktoren ist. Wobei den biologischen Faktoren eine größere Rolle zugedacht wird als den sozialen. Es gibt viele Befunde, die die Wichtigkeit von biologischen Einflussfaktoren auf die Entwicklung der sexuellen Orientierung betonen. Dabei geht man von drei hauptsächlichen Einflussfaktoren auf die Entwicklung der sexuellen Orientierung aus, nämlich: * (pränatale) Hormone und chemische Substanzen Es gibt wohl nicht den einen Faktor, der die sexuelle Orientierung eines Menschen bestimmt, sondern sie entwickelt sich durch ein komplexes Zusammenspiel dieser biologischen Einflüsse gemeinsam mit umweltbedingten Faktoren. Allerdings gibt es mehr Evidenzen für die Unterstützung einer biologischen Ursachenhypothese, als für soziale Ursachen.
Sexuelle_Orientierung
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Das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts kann der sexuellen Erregung dienen; entweder durch einzelne Kleidungsstücke (Strumpfhose, Damenunterwäsche, vergleiche Damenwäscheträger, Rock, Bluse, oder Männerhose, Anzug, Krawatte) oder durch das vollständige Anlegen der Kleidung des anderen Geschlechts (mitunter auch mit Perücke, Schminke, Schmuck oder falschem Bart). Während des Tragens kommt es so bei diesen fetischistisch veranlagten Cross-Dressern zu einer sexuellen Stimulation, oft von Masturbation begleitet. Nach dem Orgasmus und dem damit verbundenen Nachlassen der Erregung folgt meist das Bedürfnis, sich der geschlechtsfremden Kleidung wieder zu entledigen und in das eigene Geschlecht zurückzukehren. Die sexuelle Orientierung spielt beim Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung keine Rolle.
Cross-Dressing
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Wie auch bei Menschen, deren biologisches Geschlecht (englisch ''sex'') und rechtliches Geschlecht mit ihrer Geschlechtsidentität zusammenfällt (cisgender), so ist auch die Geschlechtsidentität von transgender Personen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und ihren sexuellen Praktiken. Demnach sind sämtliche sexuellen Variationen gleichermaßen bei transgender und bei cisgender Personen anzutreffen. So sind auch nicht alle transgender Menschen heterosexuell, sondern ein Teil von ihnen ist lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell veranlagt. Die in der Gesellschaft immer noch anzutreffende Assoziation von Transgender (für Gender mit der Geschlechtsidentität) mit Homosexualität hat mehrere Ursachen. Zum einen entspringt dies dem aus dem Englischen eingedeutschten Bezeichnung ''Transsexualität (Transsexualismus)'', worin historisch vermeintlich die Sexualität und damit auch die sexuelle Orientierung hineininterpretiert wurde und wird, während der Wortteil ''sex-'', aus den englischen Wörtern ''transexuality'' oder ''transsexualism'' stammend, sich auf das biologische Geschlecht bezieht. Zum anderen kann es daran liegen, dass bisweilen transgender Personen nicht (vollständig) ihrem gelebten Identitätsgeschlecht entsprechend wahrgenommen werden können, sodass ein solcher Mensch als „mit Frauenkleidung verkleideter Mann“ und damit als „Schwuler“ oder als „mit Männerkleidung verkleidete Frau“ und damit als „Lesbe“ wahrgenommen wird. Des Weiteren spielt auch der Umstand eine Rolle, dass lesbische oder schwule Kreise häufiger sowohl Raum als auch Vorbild für Menschen mit abweichender Geschlechtsrollenpräsentation boten.
Transgender
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Durch die Islamische Revolution ist 1979 das islamische Recht, die Scharia, als Gesetzesgrundlage eingeführt worden. Da die Scharia in islamischen Ländern niemals kodifiziert worden ist, obliegt die Rechtspflege und Fortentwicklung der Jurisprudenz in einer Art Fallrechtssystem, basierend auf dem iranischen Strafgesetzbuch und dem iranischen Familienrecht. In Bezug auf die Gewaltenteilung wirkte sich die Tätigkeit des ersten Obersten Richters nach der Revolution, Chalkali, äußerst negativ aus. Bis heute gibt es keine Gewaltenteilung im Iran, der Religionsführer hat weitreichende Befugnisse. Justizminister des Iran ist seit 2013 der konservative Kleriker Mostafa Pour-Mohammadi, der auf Sadegh Laridschani folgte.
Iran
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Diözese_Iran Die Diözese Iran () ist eine anglikanische Diözese, die das gesamte Staatsgebiet der Islamischen Republik Iran umfasst. Sie wurde 1912 als ''Diözese Persien'' () gegründet und gehört seit 1957 zur Episkopalkirche von Jerusalem und dem Nahen Osten. Ihr traditioneller Bischofssitz ist bei der Lukaskirche in Isfahan; daneben gibt es die Paulskirche in Teheran und zwei weitere Kirchen. Sie hatte ihre Basis vor allem in iranischen Christen mit muslimischem Hintergrund und war durch die Islamische Revolution als erste Kirche bereits 1979 von Enteignungen und starken Einschränkungen bei der Religionsausübung betroffen.
Diözese_Iran Die Diözese Iran () ist eine anglikanische Diözese, die das gesamte Staatsgebiet der Islamischen Republik Iran umfasst. Sie wurde 1912 als ''Diözese Persien'' () gegründet und gehört seit 1957 zur Episkopalkirche von Jerusalem und dem Nahen Osten. Ihr traditioneller Bischofssitz ist bei der Lukaskirche in Isfahan; daneben gibt es die Paulskirche in Teheran und zwei weitere Kirchen. Sie hatte ihre Basis vor allem in iranischen Christen mit muslimischem Hintergrund und war durch die Islamische Revolution als erste Kirche bereits 1979 von Enteignungen und starken Einschränkungen bei der Religionsausübung betroffen.
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Politisches_System_des_Iran_vor_1979 Königliches Dekret vom 5. August 1906 Verfassung des Iran (1906, 1907) Das Politische System des Iran vor 1979 basierte seit der Konstitutionellen Revolution von 1906 auf der Staatsform der Konstitutionellen Monarchie. Das Parlament bestand aus zwei Kammern, dem Madschles und dem Senat. Die Abgeordneten des Madschles (Madschles Shora Melli) wurden vom Volk gewählt, die Abgeordneten des Senats wurden je zur Hälfte gewählt bzw. vom Schah ernannt. An der Gesetzgebung waren beide Häuser beteiligt. Die aktive politische Rolle in der Gesetzgebung kam jedoch dem Madschles zu. Nach der Verfassung stand der Schah als Monarch an der Spitze der Exekutive, d. h. der Verwaltung, des diplomatischen Diensts und des Militärs. Er hatte das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen und zur Ausführung der von den parlamentarischen Kammern erlassenen Gesetze Dekrete und Ausführungsbestimmungen zu erlassen.
Politisches_System_des_Iran_vor_1979 Königliches Dekret vom 5. August 1906 Verfassung des Iran (1906, 1907) Das Politische System des Iran vor 1979 basierte seit der Konstitutionellen Revolution von 1906 auf der Staatsform der Konstitutionellen Monarchie. Das Parlament bestand aus zwei Kammern, dem Madschles und dem Senat. Die Abgeordneten des Madschles (Madschles Shora Melli) wurden vom Volk gewählt, die Abgeordneten des Senats wurden je zur Hälfte gewählt bzw. vom Schah ernannt. An der Gesetzgebung waren beide Häuser beteiligt. Die aktive politische Rolle in der Gesetzgebung kam jedoch dem Madschles zu. Nach der Verfassung stand der Schah als Monarch an der Spitze der Exekutive, d. h. der Verwaltung, des diplomatischen Diensts und des Militärs. Er hatte das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen und zur Ausführung der von den parlamentarischen Kammern erlassenen Gesetze Dekrete und Ausführungsbestimmungen zu erlassen.
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Afcham studierte an der Allameh-Tabataba'i-Universität sowie an der Azad-Universität und spricht neben ihrer Muttersprache Persisch auch fließend Englisch und Französisch. Sie arbeitete drei Jahrzehnte lang in verschiedenen Positionen im Teheraner Außenministerium, darunter ab 2010 als Leiterin der Medienstelle des Ministeriums. Von August 2013 bis November 2015 war sie Sprecherin des Außenamts und damit die erste Ministeriumssprecherin seit der Revolution. Unter ihre Verantwortung fiel unter anderem die politische Kommentierung der Nuklearverhandlungen oder der Beziehungen zu anderen Staaten. Afcham gilt als regimetreue Vorzeigediplomatin, an deren Beispiel bewiesen werden solle, dass Frauen im Iran nicht unterdrückt würden. Die erfahrene Diplomatin wurde im November 2015 als erste Frau nach der Revolution mit Botschafterstatus ausgestattet und nach Malaysia entsandt. Sie ist damit die zweite Frau überhaupt, die iranische Botschafterin wurde, nachdem wenige Jahre vor der Revolution, zwischen 1975 und 1979, Mehrangiz Dolatshahi als erste Frau den Iran in Dänemark als Botschafterin vertreten hatte. Marsieh Afcham ist mit einem Kollegen aus dem Außenministerium verheiratet.
Marsieh_Afcham
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Als letzter Neuenglandsstaat hatte New Hampshire die Todesstrafe für Mord abgeschafft (in Vermont gibt es sie noch für Verrat, aber nicht mehr für Mord). Jedoch wurde, wie auch im Bundesstaat Kansas, seit ihrer Wiedereinführung nach 1976 auch keine neue Hinrichtung mehr durchgeführt (die letzte fand 1939 statt). Gegenwärtig (2021) sitzt nur ein Häftling im Todestrakt, es gibt jedoch keine Hinrichtungskammer. Versuche, die Todesstrafe abzuschaffen, sind bis 2019 am Veto des jeweiligen Gouverneurs gescheitert, auch Gouverneur Sununu legte 2018 sein Veto gegen eine solche Gesetzesvorlage ein, dieses konnte aber am 30. Mai mit einer Zweidrittelmehrheit von 16 zu 8 Stimmen der Abgeordneten überstimmt werden.
New_Hampshire
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Während des Prozesses wurde er des Mordes in 28 Fällen für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Er zeigte im Verlauf des Prozesses keine Reue für seine Taten. Nachdem Simelane vor dem höchsten Gericht in Berufung ging, wurde 2011 entschieden, dass der Prozess unzulässig lange gedauert hatte, die Todesstrafe wurde jedoch bestätigt. Simelane verbüßt seither seine Strafe in Matsapha Maximum Correctional Centre in Isolation und hat nur Kontakt zu zwei weiteren zum Tod verurteilten Straftätern und einem Geistlichen. Er konnte nicht einmal am Begräbnis seiner Mutter teilnehmen. Er hat seit seiner Verurteilung keine Besuche von seiner Verwandtschaft empfangen (Stand 2019), Besuche von Medienvertretern wurden von den Behörden verweigert. Seit 1983 wurde im Land keine Todesstrafe mehr vollstreckt. Es gibt seit vielen Jahren keinen Henker mehr, der die Todesstrafe vollziehen könnte. 2012 gab es Versuche einen neuen Henker zu berufen, jedoch blieb der Berufungsprozess ergebnislos stecken. Im Jahr 2017 wurde ein Moratorium der Vereinten Nationen zur Vollstreckung der Todesstrafe in Kraft gesetzt, somit gibt es im Land nach wie vor per Gesetz die Todesstrafe, sie kann aber nicht mehr vollstreckt werden. Der König hat das Recht zur Begnadigung und kann eine Todesstrafe in lebenslange Haft umwandeln. Gängige Praxis war bisher, dass eine lebenslange Haftstrafe nach 25 Jahren aufgehoben wird. Weder seine Verwandtschaft noch die Bürger und Autrotäten von Ngcoseni, wo Simelane herstammt, haben bisher eine Begnadigung unterstützt, oder erkennen lassen, dass er dort nach einer möglichen Entlassung akzeptiert wird.
David_Thabo_Simelane
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Todesstrafe_in_den_Vereinigten_Staaten Legale Situation in den Bundesstaaten in Bezug auf die Todesstrafe (zusätzlich kann die Todesstrafe auch nach Bundesrecht und im Militärstrafrecht verhängt werden): Die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten ist eines der national wie international umstrittensten Elemente des Rechtssystems in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ihre Verhängung ebenso wie ihre Vollstreckung obliegt in den weit überwiegenden Fällen den Bundesstaaten, von denen viele die Todesstrafe mittlerweile abgeschafft haben. Das Bundesstrafrecht sieht sie weiterhin vor, sowohl in der Militärgerichtsbarkeit als auch in den (wenigen) Strafangelegenheiten für Zivilisten nach Bundesrecht; daher kann auch für Taten, die in einem Staat begangen wurden, der die Todesstrafe abgeschafft hat, diese verhängt werden, wenn der Täter nach Bundesrecht verurteilt wird. Aufgrund eines landesweiten Vollstreckungsmoratoriums wurden zwischen 1967 und 1976 keine Hinrichtungen vorgenommen. Exekutionenseit 1976(9. Juli 2020) aktuell zum Tode verurteilte Gefängnis­insassen(1. Oktober 2020) Letztmalige Vollstreckung der Todesstrafe(6. Mai 2020) ''derzeit keine Todesstrafe'': Alaska, Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Illinois, Iowa, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, North Dakota, New Mexico, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, West Virginia, Wisconsin, District of Columbia, Puerto Rico, New Jersey, New York. In Oregon gilt seit November 2011 ein unbefristetes Moratorium. Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, verhängte ein Moratorium über die Vollstreckung der Todesstrafe in dem von ihm regierten US-Bundesstaat bis zum Ende seiner Amtszeit 2017. New Mexico hat die Todesstrafe im März 2009 abgeschafft, allerdings nicht rückwirkend, deshalb verbleiben zwei Insassen in der Todeszelle. Im Bundesstaat Maryland wurde die Todesstrafe im Mai 2013 abgeschafft; da jedoch auch dieses Gesetz nicht rückwirkend wirksam war, verblieben 4 Insassen in der Todeszelle. Diese wurden am 21. Januar 2015 von Martin O’Malley begnadigt. Mehrere Gefangene wurden in mehr als einem Staat zum Tode verurteilt, so dass die Gesamtzahl niedriger ist als die Summe der Zahlen der einzelnen Staaten. Exekutionen in den USA von 1680 bis 1976
Todesstrafe_in_den_Vereinigten_Staaten Legale Situation in den Bundesstaaten in Bezug auf die Todesstrafe (zusätzlich kann die Todesstrafe auch nach Bundesrecht und im Militärstrafrecht verhängt werden): Die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten ist eines der national wie international umstrittensten Elemente des Rechtssystems in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ihre Verhängung ebenso wie ihre Vollstreckung obliegt in den weit überwiegenden Fällen den Bundesstaaten, von denen viele die Todesstrafe mittlerweile abgeschafft haben. Das Bundesstrafrecht sieht sie weiterhin vor, sowohl in der Militärgerichtsbarkeit als auch in den (wenigen) Strafangelegenheiten für Zivilisten nach Bundesrecht; daher kann auch für Taten, die in einem Staat begangen wurden, der die Todesstrafe abgeschafft hat, diese verhängt werden, wenn der Täter nach Bundesrecht verurteilt wird. Aufgrund eines landesweiten Vollstreckungsmoratoriums wurden zwischen 1967 und 1976 keine Hinrichtungen vorgenommen. Exekutionenseit 1976(9. Juli 2020) aktuell zum Tode verurteilte Gefängnis­insassen(1. Oktober 2020) Letztmalige Vollstreckung der Todesstrafe(6. Mai 2020) ''derzeit keine Todesstrafe'': Alaska, Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Illinois, Iowa, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, North Dakota, New Mexico, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, West Virginia, Wisconsin, District of Columbia, Puerto Rico, New Jersey, New York. In Oregon gilt seit November 2011 ein unbefristetes Moratorium. Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, verhängte ein Moratorium über die Vollstreckung der Todesstrafe in dem von ihm regierten US-Bundesstaat bis zum Ende seiner Amtszeit 2017. New Mexico hat die Todesstrafe im März 2009 abgeschafft, allerdings nicht rückwirkend, deshalb verbleiben zwei Insassen in der Todeszelle. Im Bundesstaat Maryland wurde die Todesstrafe im Mai 2013 abgeschafft; da jedoch auch dieses Gesetz nicht rückwirkend wirksam war, verblieben 4 Insassen in der Todeszelle. Diese wurden am 21. Januar 2015 von Martin O’Malley begnadigt. Mehrere Gefangene wurden in mehr als einem Staat zum Tode verurteilt, so dass die Gesamtzahl niedriger ist als die Summe der Zahlen der einzelnen Staaten. Exekutionen in den USA von 1680 bis 1976
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Gesellschaftspolitischer_Konservatismus Der gesellschaftspolitische Konservatismus (englisch ''social conservatism'', wobei ''social'' für „gesellschaftlich“ steht) ist als eine politische Ideologie und als Teil des rechten Spektrums eine Form des Konservatismus, welche sich vor allem auf gesellschaftspolitische Fragen bezieht. Ihre Vertreter zählen oft zur christlichen Rechten und kommen dabei häufig aus dem Evangelikalismus oder Erzkatholizismus. Sie stellen die Wahrung traditioneller Werte in den Mittelpunkt ihres Handelns, was auch als Wertkonservatismus bezeichnet wird. So stehen sie zum Beispiel dem sozialen Wandel generell skeptisch gegenüber und kritisieren Erfolge der (Links-)Liberalen seit dem 20. Jahrhundert, wie die Avantgarde, die 68er-Bewegung, die sexuelle Revolution, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, der Pränataldiagnostik, die Erleichterung der Ehescheidung, die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe, die Frühsexualisierung und die Sterbehilfe. Als Teil der Lebensrechtsbewegung treten sie insbesondere für den Schutz des Lebens von der Empfängnis (Nidation) bis zum natürlichen Tod, sowie für den Schutz der traditionellen Familie mit klassischer Rollenverteilung ein. Darüber hinaus haben die grundrechtlichen Freiheiten und Patriotismus für sie einen sehr hohen Stellenwert. Von ihren Gegnern und teilweise als Selbstbezeichnung werden sie zur Reaktion gezählt und Bestrebungen, die als negativ empfundenen Veränderungen wieder rückgängig zu machen, werden als Backlash bezeichnet.
Gesellschaftspolitischer_Konservatismus Der gesellschaftspolitische Konservatismus (englisch ''social conservatism'', wobei ''social'' für „gesellschaftlich“ steht) ist als eine politische Ideologie und als Teil des rechten Spektrums eine Form des Konservatismus, welche sich vor allem auf gesellschaftspolitische Fragen bezieht. Ihre Vertreter zählen oft zur christlichen Rechten und kommen dabei häufig aus dem Evangelikalismus oder Erzkatholizismus. Sie stellen die Wahrung traditioneller Werte in den Mittelpunkt ihres Handelns, was auch als Wertkonservatismus bezeichnet wird. So stehen sie zum Beispiel dem sozialen Wandel generell skeptisch gegenüber und kritisieren Erfolge der (Links-)Liberalen seit dem 20. Jahrhundert, wie die Avantgarde, die 68er-Bewegung, die sexuelle Revolution, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, der Pränataldiagnostik, die Erleichterung der Ehescheidung, die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe, die Frühsexualisierung und die Sterbehilfe. Als Teil der Lebensrechtsbewegung treten sie insbesondere für den Schutz des Lebens von der Empfängnis (Nidation) bis zum natürlichen Tod, sowie für den Schutz der traditionellen Familie mit klassischer Rollenverteilung ein. Darüber hinaus haben die grundrechtlichen Freiheiten und Patriotismus für sie einen sehr hohen Stellenwert. Von ihren Gegnern und teilweise als Selbstbezeichnung werden sie zur Reaktion gezählt und Bestrebungen, die als negativ empfundenen Veränderungen wieder rückgängig zu machen, werden als Backlash bezeichnet.
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Eisenhower-Doktrin Die Eisenhower-Doktrin ist eine am 5. Januar 1957 vom damaligen US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower erlassene Ermächtigung. Sie besagte, die USA würden überall und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (also auch der Verwendung von Atomwaffen) prowestliche Regimes vor kommunistischer Unterwanderung oder einer Bedrohung durch die Sowjetunion schützen. Die Doktrin wurde als Reaktion auf die Sueskrise formuliert, die zu einem Ende der westlichen Dominanz im arabischen Raum geführt hatte. Der arabische Nationalismus war auf Unabhängigkeit und Souveränität der arabischen Staaten aus, was von den USA mit kommunistischen Tendenzen gleichgesetzt wurde. Zweimal wandte die USA die Eisenhower-Doktrin an: Im April 1957 unterstützte eine US-Flotte den jordanischen König Hussein I, als dieser gegen die eigene Regierung putschte, um eine Annäherung Jordaniens an die Sowjetunion zu verhindern. In der Libanonkrise (Juli bis September 1958) kamen US-Truppen dem christlichen Staatspräsidenten Camille Chamoun zu Hilfe, der eine Einverleibung der damals einzigen pluralistischen Demokratie in der arabischen Welt durch die Vereinigte Arabische Republik, die bereits unter der Führung Nassers Syrien und Ägypten vereinigt hatte, durch muslimische Aufständische im Libanon verhindern wollte. Die Popularität Nassers in der arabischen Welt und der Zusammenschluss Syriens und Ägyptens zur Vereinigten Arabischen Republik 1958 bedeutete einen Rückschlag für Eisenhowers Politik im Nahen Osten. Die Eingriffe der USA in die Politik der Region lösten in der arabischen Bevölkerung zudem eine Ablehnung der Vereinigten Staaten aus. Beim Besuch des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Sergejewitsch Chruschtschow in den USA im September 1959 schwenkten er und Eisenhower auf einen Koexistenzkurs der beiden Machtblöcke um. Im gleichen Jahr wurde die Eisenhower-Doktrin formell aufgegeben.
Eisenhower-Doktrin Die Eisenhower-Doktrin ist eine am 5. Januar 1957 vom damaligen US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower erlassene Ermächtigung. Sie besagte, die USA würden überall und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (also auch der Verwendung von Atomwaffen) prowestliche Regimes vor kommunistischer Unterwanderung oder einer Bedrohung durch die Sowjetunion schützen. Die Doktrin wurde als Reaktion auf die Sueskrise formuliert, die zu einem Ende der westlichen Dominanz im arabischen Raum geführt hatte. Der arabische Nationalismus war auf Unabhängigkeit und Souveränität der arabischen Staaten aus, was von den USA mit kommunistischen Tendenzen gleichgesetzt wurde. Zweimal wandte die USA die Eisenhower-Doktrin an: Im April 1957 unterstützte eine US-Flotte den jordanischen König Hussein I, als dieser gegen die eigene Regierung putschte, um eine Annäherung Jordaniens an die Sowjetunion zu verhindern. In der Libanonkrise (Juli bis September 1958) kamen US-Truppen dem christlichen Staatspräsidenten Camille Chamoun zu Hilfe, der eine Einverleibung der damals einzigen pluralistischen Demokratie in der arabischen Welt durch die Vereinigte Arabische Republik, die bereits unter der Führung Nassers Syrien und Ägypten vereinigt hatte, durch muslimische Aufständische im Libanon verhindern wollte. Die Popularität Nassers in der arabischen Welt und der Zusammenschluss Syriens und Ägyptens zur Vereinigten Arabischen Republik 1958 bedeutete einen Rückschlag für Eisenhowers Politik im Nahen Osten. Die Eingriffe der USA in die Politik der Region lösten in der arabischen Bevölkerung zudem eine Ablehnung der Vereinigten Staaten aus. Beim Besuch des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Sergejewitsch Chruschtschow in den USA im September 1959 schwenkten er und Eisenhower auf einen Koexistenzkurs der beiden Machtblöcke um. Im gleichen Jahr wurde die Eisenhower-Doktrin formell aufgegeben.
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Dynamic-Time-Warping Dynamische Zeitnormierung (engl. dynamic time warping) bezeichnet einen Algorithmus, der Wertefolgen unterschiedlicher Länge aufeinander abbildet. Ein prominentes Anwendungsbeispiel ist die Spracherkennung (das Erkennen von Sprechmerkmalen beim Diktieren): Hier sollen durch den Vergleich mit gespeicherten Sprachmustern einzelne Wörter aus einem gesprochenen Text erkannt werden. Ein Problem besteht darin, dass die Wörter oft unterschiedlich ausgesprochen werden. Vor allem Vokale werden oft länger oder kürzer gesprochen, als es im gespeicherten Sprachmuster der Fall ist: das Wort „heben“ zum Beispiel kann einmal mit kurzem „e“ und ein anderes mal wie „heeeben“ ausgesprochen werden. Für einen erfolgreichen Mustervergleich sollte das Wort also entsprechend gedehnt bzw. gestaucht werden, jedoch nicht gleichmäßig, sondern vor allem an den Vokalen, die länger bzw. kürzer gesprochen wurden. (In geringerem Maße gilt dies übrigens auch für Konsonanten, auch können bestimmte Laute komplett verschluckt werden.) Der Dynamic-time-warping-Algorithmus leistet diese adaptive ''Zeitnormierung''. Weitere Anwendungsbereiche des ''dynamic time warping'' sind z. B. Gestenerkennung in der Bildbearbeitung oder Messungen bei korreliertem Rauschen in der Physik.
Dynamic-Time-Warping Dynamische Zeitnormierung (engl. dynamic time warping) bezeichnet einen Algorithmus, der Wertefolgen unterschiedlicher Länge aufeinander abbildet. Ein prominentes Anwendungsbeispiel ist die Spracherkennung (das Erkennen von Sprechmerkmalen beim Diktieren): Hier sollen durch den Vergleich mit gespeicherten Sprachmustern einzelne Wörter aus einem gesprochenen Text erkannt werden. Ein Problem besteht darin, dass die Wörter oft unterschiedlich ausgesprochen werden. Vor allem Vokale werden oft länger oder kürzer gesprochen, als es im gespeicherten Sprachmuster der Fall ist: das Wort „heben“ zum Beispiel kann einmal mit kurzem „e“ und ein anderes mal wie „heeeben“ ausgesprochen werden. Für einen erfolgreichen Mustervergleich sollte das Wort also entsprechend gedehnt bzw. gestaucht werden, jedoch nicht gleichmäßig, sondern vor allem an den Vokalen, die länger bzw. kürzer gesprochen wurden. (In geringerem Maße gilt dies übrigens auch für Konsonanten, auch können bestimmte Laute komplett verschluckt werden.) Der Dynamic-time-warping-Algorithmus leistet diese adaptive ''Zeitnormierung''. Weitere Anwendungsbereiche des ''dynamic time warping'' sind z. B. Gestenerkennung in der Bildbearbeitung oder Messungen bei korreliertem Rauschen in der Physik.
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Lutetium Lutetium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Lu und der Ordnungszahl 71. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Lanthanoide und zählt damit auch zu den Metallen der Seltenen Erden. Wie die anderen Lanthanoide ist Lutetium ein silberglänzendes Schwermetall. Wegen der Lanthanoidenkontraktion besitzen Lutetiumatome den kleinsten Atomradius, außerdem hat das Element die höchste Dichte und den höchsten Schmelz- und Siedepunkt aller Lanthanoide. Das Element wurde 1907 nahezu gleichzeitig, aber unabhängig voneinander von Georges Urbain, Carl Auer von Welsbach und Charles James entdeckt. Obwohl 1909 entschieden wurde, dass Urbain die Entdeckung zusteht und damit auch der von ihm vorgeschlagene Name ''Lutetium'' festgelegt wurde, war besonders im deutschsprachigen Raum die von Carl Auer von Welsbach vorgeschlagene Bezeichnung ''Cassiopeium'' (Cp) lange verbreitet. Lutetium zählt zu den seltensten Seltenerdmetallen und wird darum und infolge der schwierigen Abtrennung von den anderen Lanthanoiden nur in geringem Umfang wirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anwendungen des Elements zählt die Verwendung von Lutetiumoxyorthosilicat für Szintillationszähler in der Positronen-Emissions-Tomographie.
Lutetium Lutetium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Lu und der Ordnungszahl 71. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Lanthanoide und zählt damit auch zu den Metallen der Seltenen Erden. Wie die anderen Lanthanoide ist Lutetium ein silberglänzendes Schwermetall. Wegen der Lanthanoidenkontraktion besitzen Lutetiumatome den kleinsten Atomradius, außerdem hat das Element die höchste Dichte und den höchsten Schmelz- und Siedepunkt aller Lanthanoide. Das Element wurde 1907 nahezu gleichzeitig, aber unabhängig voneinander von Georges Urbain, Carl Auer von Welsbach und Charles James entdeckt. Obwohl 1909 entschieden wurde, dass Urbain die Entdeckung zusteht und damit auch der von ihm vorgeschlagene Name ''Lutetium'' festgelegt wurde, war besonders im deutschsprachigen Raum die von Carl Auer von Welsbach vorgeschlagene Bezeichnung ''Cassiopeium'' (Cp) lange verbreitet. Lutetium zählt zu den seltensten Seltenerdmetallen und wird darum und infolge der schwierigen Abtrennung von den anderen Lanthanoiden nur in geringem Umfang wirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anwendungen des Elements zählt die Verwendung von Lutetiumoxyorthosilicat für Szintillationszähler in der Positronen-Emissions-Tomographie.
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Lutetium ist ein typisches unedles Metall, das, vor allem bei höheren Temperaturen, mit den meisten Nichtmetallen reagiert. Mit Sauerstoff reagiert es bei Standardbedingungen an trockener Luft langsam, schneller bei Anwesenheit von Feuchtigkeit. Metallisches Lutetium ist wie andere unedle Metalle, vor allem bei großer Oberfläche, brennbar. Die Reaktion von Lutetium und Wasserstoff ist nicht vollständig, der Wasserstoff tritt stattdessen in die Oktaederlücken der Metallstruktur ein, und es bilden sich nicht-stöchiometrische Hydridphasen aus, wobei die genaue Zusammensetzung von der Temperatur und dem Wasserstoffdruck abhängt. In Wasser löst sich Lutetium nur langsam, in Säuren schneller unter Wasserstoffbildung. In Lösung liegen immer dreiwertige, farblose Lutetiumionen vor.
Lutetium
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Kristallstruktur von Lutetium, a = 351,6 pm, c = 557,3 pm Lutetium ist ein weiches, silberglänzendes Schwermetall. Die Lanthanoidenkontraktion bewirkt, dass Lutetium als das Lanthanoid mit der höchsten Ordnungszahl mit 175 pm den kleinsten Atomradius besitzt. In der Folge besitzt es auch mit 9,84 g/cm3 die höchste Dichte und den höchsten Schmelz- (1652 °C) und Siedepunkt (3330 °C) aller Lanthanoide. Unter Standardbedingungen kristallisiert Lutetium in einer hexagonal-dichtesten Kugelpackung mit den Gitterparametern a = 351,6 pm und c = 557,3 pm. Neben dieser Struktur sind auch mehrere Hochdruckmodifikationen bekannt. Ab einem Druck von 32 GPa kristallisiert Lutetium in einer Struktur vom Samarium-Typ, einer kompliziert aufgebauten, trigonalen Kristallstruktur, mit den Gitterparametern a = 317,6 pm und c = 2177 pm. Beim Phasenübergang kommt es zu einem Volumenverlust von 1,6 %. Weitere Phasenübergänge gibt es bei einem Druck von 45 GPa, ab dem eine doppelt-hexagonal-dichteste Struktur am stabilsten ist, und bei 88 GPa mit einem Übergang zu einer verzerrten kubisch-dichtesten Struktur (''h''R24). Unterhalb von 0,1 K, bei einem Druck von 18 GPa unterhalb von 1,2 K, wird Lutetium zum Supraleiter.
Lutetium
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In New York befinden sich zwei Flughäfen: John F. Kennedy International Airport und der LaGuardia Airport. Die beiden Flughäfen liegen in Queens, wobei LaGuardia überwiegend für Inlandsflüge genutzt wird. Darüber hinaus gibt es noch den Newark Liberty International Airport, der zwar am nächsten an Manhattan liegt und der älteste Flughafen in der Region New York ist, sich jedoch in Newark, New Jersey befindet. Die Flughäfen befördern pro Jahr insgesamt über 90 Millionen Fluggäste mit über einer Million Flügen. Der Flughafen Teterboro wird durch seine Nähe zur Stadt bevorzugt für den Geschäftsreiseflugverkehr genutzt.
New_York_City
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Im Jahr 1919 bot der New Yorker Hotelbesitzer Raymond Orteig einen Preis von USD 25.000, den Orteig-Preis, an, für den ersten, der in den nächsten fünf Jahren einen Nonstop-Transatlantikflug zwischen New York und Paris machte. Nachdem es niemand probiert hatte, erneuerte er das Angebot im Jahr 1924, als die Luftfahrttechnik soweit fortgeschritten war, dass sich viele Menschen um den Preis bemühten. Die meisten versuchten, von New York nach Paris zu fliegen, aber einige Franzosen planten auch einen Versuch, in die entgegengesetzte Richtung, also von Paris nach New York, zu fliegen. François Coli, 45, Veteran des Ersten Weltkrieges und Träger der französischen Ehrenlegion, unternahm Rekordflüge über das Mittelmeer und plante seit 1923 einen Transatlantikflug. Seine ursprünglichen Pläne waren, mit seinem Kriegskameraden Paul Tarascon, Fliegerass mit 12 Siegen im Krieg, zu fliegen. Sie begannen 1925, sich für den Orteig-Preis zu interessieren, aber Ende 1926 zerstörte ein Unfall ihren Doppeldecker Potez 25. Tarascon erlitt schwere Verbrennungen und gab seinen Platz als Pilot an den 35-jährigen Charles Nungesser ab, ein sehr erfahrenes Fliegerass mit über 40 Siegen (das dritthöchste unter den Franzosen). Nungesser hatte zuvor einen eigenständigen Versuch einer Soloüberquerung geplant, um den Orteig-Preis zu gewinnen. Erste Gespräche mit dem Konstrukteur Pierre Levasseur hatten jedoch dazu geführt, dass der Firmeninhaber darauf bestand, dass er mit Coli, welcher sein Navigator werden soll, in einer neuen Zweiplatzvariante der Produktion Levasseur PL.4 den Versuch unternimmt.
L_Oiseau_Blanc
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Viele international tätige Fluglinien fliegen den Flughafen an. British Airways und TUI Airways fliegen zu britischen Zielen, Sunwing Airlines zu vielen kanadischen Zielen. Die meisten Fluggesellschaften sind US-amerikanisch und steuern Ziele in den USA an. So bieten unter anderem American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines regelmäßige Linienverbindungen nach Chicago, Washington, Boston, Phoenix, Philadelphia, New York-JFK, Atlanta, Detroit, Memphis und vielen mehr an. Aus dem deutschsprachigen Raum wird der Flughafen derzeit von Condor aus Frankfurt am Main und von Eurowings aus Köln angeflogen. Im Luftfracht-Geschäft fliegen unter anderem Air Jamaica Cargo, FedEx, IBC Airways oder Sunrise Airways nach Miami, Kingston-Manley, Port-Au-Prince und weiteren Flughäfen.
Sangster_International_Airport
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Um 10:32 Uhr EST wurde die TWA-Maschine auf Flugfläche 065 (6500 Fuß, entspricht ca. 2000 Metern) von der Flugverkehrskontrolle New York angewiesen, am VOR Linden den Kurs auf 150 Grad in Richtung Südost zu ändern, um dann über Staten Island den Anflug auf die Landebahn 04 des Airports La Guardia zu beginnen. Dabei sollte ein Sinkflug auf FL 050 (ca. 1500 Meter) erfolgen. Kurz vorher um 10:25 Uhr EST bot die Flugverkehrskontrolle New York dem noch auf FL 140 (ca. 4300 Meter) befindlichen United-Flug 826 an, vor dem Landeanflug auf den Flughafen Idlewild die restliche Flugstrecke bis zum Navigationspunkt „Preston Intersection“ bei Laurence Harbor (New Jersey) um 11 Meilen (20 Kilometer) zu verkürzen und dabei ebenfalls auf FL 50 zu sinken. Ab da sollte den Flug APP (Approach Control) Idlewild übernehmen. Falls diese noch keine Landefreigabe (landing-clearance) erteilt, sollte die DC-8 bei Preston in eine Warteschleife (Holding) gehen. UA 826 gab um 10:33 Uhr APP Idlewild die Information, auf FL 50 Richtung Nordost nach Preston zu fliegen. Tatsächlich hatte die Maschine diese Flugfreigabegrenze (clearance) bereits um ca. elf Meilen überschritten und befand sich über der Küste von Staten Island. 30 Sekunden später kollidierte das rechte Außentriebwerk der DC-8 mit dem Rumpf der TWA-Maschine; der United-Jet verlor mit dem Triebwerk einen Teil der rechten Tragfläche. Die TWA-Constellation zerbrach in mehrere Teile, von denen die Mehrzahl auf ein stillgelegtes Gelände (Miller Army Airfield) der US-Armee fiel. Am Boden gab es keine Opfer. Das in Brand geratene United-Flugzeug flog mit den restlichen drei Triebwerken noch 10 Meilen weiter Richtung Nordost und schlug im Bereich Sterling Place/Seventh Avenue in Park Slope, Brooklyn, auf. Dabei wurde die Kirche „Pillar of Fire“ (Sterling Place 123) völlig zerstört. Etliche Gebäude trugen schwere Beschädigungen an den oberen Stockwerken davon. Am Boden starben sechs Personen.
Flugzeugkollision_von_New_York_City
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Durch das massive Binden von Wasser in Form von Eis auf Landflächen sank in den Kaltzeiten der Meeresspiegel und lag bis zu 150 Meter niedriger als heute. Dadurch fiel u. a. die heutige Nordsee trocken und bildete eine Landbrücke zwischen Europa und Britannien. Maas und Themse waren Nebenflüsse des Rheins. Wenn die heute noch vorhandenen Eismassen abschmelzen würden, stiege der Meeresspiegel um weitere 60 bis 70 Meter. Mit einem durch Abschmelzen insbesondere von Eis der Antarktis bedingten Meeresspiegelanstieg wird im Rahmen der globalen Erwärmung gerechnet. Die Prognosen von Klimaexperten weichen dabei noch stark voneinander ab. Stark bedroht wären hiervon besonders sehr tief liegende Länder wie Bangladesch oder die Depressionsgebiete in den Niederlanden.
Gletscher
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Hinter den Abkürzungen „MSAC“, „LLDC“ und „SIDS“ verbergen sich weitere Klassifikationen der UNO. Die Bezeichnung „MSAC“ () entstand infolge der Ölkrise 1973 und bezeichnet ein UNO-Sonderprogramm für die am stärksten betroffenen Länder. Diese Unterteilung verschwand gegen Ende der 80er Jahre aus dem UN-Vokabular. Geblieben sind die Bezeichnungen „LLDC“ und „SIDS“. Mit ''LLDC'' ( für Entwicklungsländer ohne Meereszugang) werden Länder bezeichnet, deren Außenhandel unter ihrer küstenfernen Lage erheblich leidet. Dazu zählen vor allem Ruanda, Burundi, Nepal oder in Südamerika beispielsweise Bolivien. Durch ihre ungünstige Lage können sich sowohl Importe, als auch Exporte erheblich verteuern. Die kleinen Inselentwicklungsländer (, kurz ''SIDS'') formierten sich später zur Allianz der kleinen Inselstaaten (, kurz: ''AOSIS''). Ihre Mitglieder vertreten gemeinsame Interessen beispielsweise in Umweltfragen wie z. B. Anstieg des Meeresspiegels, da die Inselstaaten von den Folgen der globalen Erwärmung besonders betroffen wären.
Entwicklungsland
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Der gemessene Anstieg des mittleren Meeresspiegels zwischen 1870 und 2009 beträgt rund 25 cm Seit etwa 1880 kam es zu einem messbaren Meeresspiegelanstieg, und es wird angenommen, dass er sich in Zukunft beschleunigen wird. Ursachen für den Anstieg sind abtauende Gletscher sowie die thermische Ausdehnung des Meerwassers. Auswertungen von Pegelmessungen und Messungen mittels Satellitenaltimetrie mit Hilfe von TOPEX/Poseidon haben ergeben, dass der Meeresspiegel im globalen Mittel im Verlauf des 20. Jahrhunderts um 17 cm angestiegen ist. Die Anstiegsrate seit den 1990er Jahren beträgt etwa 3,5 mm/Jahr. Von einem langfristigen Anstieg wären besonders tief liegende Küstengebiete und -städte sowie Inseln betroffen. Diese Änderungen fallen regional sehr unterschiedlich aus, da jede Massenverlagerung auch das Geoid und den Erdschwerpunkt beeinflusst. Nach ''Bretterbauer'' gibt es daher auch Regionen mit sinkendem Meeresspiegel.
Meeresspiegel
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Im Oberdevon kam es im jüngsten Frasnium zu einem markanten zweiphasigen Aussterbeereignis, das sich in der Lithologie durch das Auftreten dunkler, kohlenstoffreicher Gesteine äußert. Die erste Beschreibung der Lithologie und der Makrofauna stammt von Friedrich Adolf Roemer (1850) aus dem Kellwassertal, einem Seitental des Okertals im Harz. Nach der Lokalität werden die dunklen, meist mergeligen Gesteine als Kellwasser-Kalk und entsprechend das Ereignis als „Kellwasser-Ereignis“ bezeichnet. Vor dem Ereignis kam es während des Frasniums zu einem durch mehrere Regressionsereignisse unterbrochenen Anstieg des Meeresspiegels mit einem vermutlichen Höchststand zum Beginn des Ereignisses. Jede dieser mehrere zehntausend Jahre andauernden Phasen wird durch einen plötzlichen weiteren Anstieg des Meeresspiegels eingeleitet, der besonders in Lokalitäten im europäischen und nordafrikanischen Raum mit der Bildung von kohlenstoffreichen Kalken, Mergeln und Tonen unter anoxischen Bedingungen verknüpft ist. Die Sedimentation von Brekzien und bzw. das Auftreten von Sedimentstrukturen wie die der „deformierten Rutschmassen“ zeigen gegen Ende jeder der zwei Phasen eine plötzliche Meeresspiegel-Senkung an. Die zweite Phase leitet in eine nur durch kurze transgressive Pulse unterbrochene globale Absenkung des Meeresspiegels durch das gesamte Famennium ein. Diese eustatische Absenkung des Meeresspiegels wurde durch eine globale Abkühlung mit der Ausbildung einer Vergletscherung auf dem Südkontinent verursacht. Das bedeutendste der mit dem Kellwasser-Event verknüpften Aussterbeereignisse fand zum Ende der zweiten Phase statt. Bei diesen Aussterbe-Ereignissen waren hauptsächlich marine Gruppen betroffen, die Landlebewesen wurden weniger reduziert. Einige der am stärksten betroffenen Gruppen waren u. a. die Trilobiten, Acritarcha, die Tabulata und Rugosa, Stromatoporen, Brachiopoda und die Panzerfische.
Devon__Geologie_
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Der Thorax besteht immer aus drei Segmenten und trägt bei allen Insekten die sechs Laufbeine sowie bei den geflügelten Insekten zudem die beiden Flügelpaare. Die Einzelsegmente werden aufgrund ihrer Lage zueinander als Prothorax, Mesothorax und Metathorax bezeichnet. Jedes dieser Segmente trägt ein Paar der Thorakalbeine, die gemeinhin als Laufbeine ausgeprägt sind. Diese Beine können, abhängig von ihrer Funktion, sehr unterschiedlich gestaltet sein, besitzen jedoch immer den gleichen Grundaufbau. Sie bestehen aus einer Hüfte (Coxa), einem darauf folgenden Schenkelring (Trochanter), dem Oberschenkel (Femur), der Schiene (Tibia) sowie einem gegliederten Fuß (Tarsus), der aus einem bis fünf Tarsalgliedern sowie einem Praetarsus besteht. Der Praetarsus trägt im Normalfall zwei Krallen sowie bei vielen Insekten mehrere weitere Strukturen, die vor allem dem Festhalten an verschiedenen Oberflächen dienen. Bei den geflügelten Insekten tragen der Meso- und der Metathorax außerdem jeweils ein Paar Flügel, die bei den verschiedenen Insektengruppen unterschiedlich ausgeprägt sein können. Da Meso- und Metathorax hier eine Einheit bilden, werden sie gemeinsam auch als Pterothorax (von griech. ''pteron'' = „Flügel, Feder, Flosse“) bezeichnet. Die ursprünglichen Insektengruppen wie die Felsenspringer und die Fischchen sind allerdings ungeflügelt, entsprechend sind Flügel nicht im Grundbauplan der Insekten vorhanden und erst später innerhalb der Insekten, mit der Entwicklung der Fluginsekten, entstanden. Stattdessen besitzen die Insekten im Grundbauplan seitlich an den Thoraxsegmenten Duplikaturen der Epidermis, die als Paranota bezeichnet und als Vorläuferstrukturen der Flügel angesehen werden.
Insekten
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Prothorax Der Prothorax (abgeleitet vom lateinischen ''pro'' für „vor“ und dem griechischen ''thorax'' für „Brustpanzer“) ist das vorderste Segment des Brustbereiches (Thorax) der Insekten. Ihm folgen der Meso- und der Metathorax. Alle Thoraxsegmente der Insekten tragen jeweils ein Beinpaar. Beim Prothorax sind dies die Vorderbeine. Der Prothorax trägt bei allen heute lebenden (rezenten) Insekten keine Flügel, im Gegensatz zu den anderen beiden Segmenten. Bei einigen Tieren sind die Vorderbeine speziell ausgebildet. Als Fangbein bezeichnet man etwa ein zum Zweck des Beutefangs umgebildetes Bein bei vielen Gruppen räuberisch lebender Insekten am Prothorax.
Prothorax Der Prothorax (abgeleitet vom lateinischen ''pro'' für „vor“ und dem griechischen ''thorax'' für „Brustpanzer“) ist das vorderste Segment des Brustbereiches (Thorax) der Insekten. Ihm folgen der Meso- und der Metathorax. Alle Thoraxsegmente der Insekten tragen jeweils ein Beinpaar. Beim Prothorax sind dies die Vorderbeine. Der Prothorax trägt bei allen heute lebenden (rezenten) Insekten keine Flügel, im Gegensatz zu den anderen beiden Segmenten. Bei einigen Tieren sind die Vorderbeine speziell ausgebildet. Als Fangbein bezeichnet man etwa ein zum Zweck des Beutefangs umgebildetes Bein bei vielen Gruppen räuberisch lebender Insekten am Prothorax.
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Thorax__Gliederfüßer_ Schematische Darstellung einer Tsetsefliege, farblich hervorgehoben sind Kopf (violett), Thorax (blau) und Abdomen (grün) In der Zoologie wird als Thorax der Rumpf bzw. der Brustteil eines Gliederfüßers bezeichnet. An den Thorax schließt sich das Abdomen an. Der Thorax besteht dabei aus mehreren Segmenten, bei den Insekten etwa aus dem Prothorax, dem Mesothorax und dem Metathorax. Alle Thoraxsegmente der Insekten tragen jeweils ein Beinpaar, der Meso- und der Metathorax außerdem ein Flügelpaar, wobei ein Paar zurückgebildet sein kann, beispielsweise bei den Zweiflüglern die Hinterflügel. Bei Taillenwespen ist der Thorax mit dem ersten Segment des Hinterleibs fast ohne jede sichtbare Naht verbunden. Die so entstandene Einheit wird als Mesosoma bezeichnet. Sind Kopf und Thorax zu einer Einheit verschmolzen, wie z. B. bei den Spinnentieren, dann spricht man von einem Cephalothorax.
Thorax__Gliederfüßer_ Schematische Darstellung einer Tsetsefliege, farblich hervorgehoben sind Kopf (violett), Thorax (blau) und Abdomen (grün) In der Zoologie wird als Thorax der Rumpf bzw. der Brustteil eines Gliederfüßers bezeichnet. An den Thorax schließt sich das Abdomen an. Der Thorax besteht dabei aus mehreren Segmenten, bei den Insekten etwa aus dem Prothorax, dem Mesothorax und dem Metathorax. Alle Thoraxsegmente der Insekten tragen jeweils ein Beinpaar, der Meso- und der Metathorax außerdem ein Flügelpaar, wobei ein Paar zurückgebildet sein kann, beispielsweise bei den Zweiflüglern die Hinterflügel. Bei Taillenwespen ist der Thorax mit dem ersten Segment des Hinterleibs fast ohne jede sichtbare Naht verbunden. Die so entstandene Einheit wird als Mesosoma bezeichnet. Sind Kopf und Thorax zu einer Einheit verschmolzen, wie z. B. bei den Spinnentieren, dann spricht man von einem Cephalothorax.
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Hautflügler sind meist kleine bis mittelgroße Insekten, die größten Arten wie ''Pepsis heros'' (Familie Pompilidae) erreichen etwa 6,5 cm Körperlänge und 10 cm Flügelspannweite. Zu den Hautflüglern gehören die kleinsten geflügelten Insekten, die eine Spannweite von nur etwa 1 mm erreichen. Die Hautflügler sind Holometabole Insekten mit raupen- oder madenähnlichen Larven, einem Puppenstadium und meist geflügelten Imagines. Der Kopf der Imagines ist meist sehr beweglich mit einer dünnen Halsregion (oder Zervikalregion) an den Rumpf angeschlossen. Der Hinterleib ist hingegen bei allen Hautflüglern dicht an den Thorax angeschlossen. Immer ist die Bauchplatte (Sternum/Sternit) des ersten Hinterleibssegments verloren gegangen. Bei den morphologisch ursprünglicheren Familien, die als Symphyta zusammengefasst werden, sitzt der meist walzenförmige Hinterleib breit am Thorax an. Bei den Taillenwespen (Apocrita) gewinnt das Hinterende durch eine Einschnürung des zweiten Hinterleibssegments an Beweglichkeit. Hier ist das erste Hinterleibssegment fest mit dem Thorax verschmolzen, der restliche Hinterleib sitzt mit einem (meist) aus dem zweiten Segment gebildeten Stielchen, dem Petiolus, an diesem an.
Hautflügler
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Die im Jahre 1861 angegangene Sezession der Konföderierten Staaten zerriss das Heer ebenso wie das übrige Militär und die Gesellschaft der Vereinigten Staaten im Allgemeinen. Viele bekannte und erfahrene Offiziere des Heeres wie Robert E. Lee und Ulysses Grant, die teilweise Jahrzehnte in Kameradschaft gedient hatten, traten gegeneinander an. Für den Bürgerkrieg mussten beide Seiten, aufgrund der unzureichenden Größe der Teile des gespaltenen Nationalheeres, ihre Armeen von Grund auf neu aufbauen. Vor dem Hintergrund, dass der Sezessionskrieg den ersten militärischen Konflikt im jungen Industriezeitalter darstellte, veränderte sich die Kriegsführung auf beiden Seiten stark. Während technische Verbesserungen an den Vorderladern und den Artilleriekanonen den Anwendern Vorteile hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der Trefferquote mit sich brachten, stellten sie für bestimmte Waffengattungen wie die Infanterie und die Kavallerie eine besondere Bedrohung dar, die ihren entsprechenden Blutzoll forderten. Die Schlacht von Shiloh forderte daher mehr Menschenleben als der gesamte Unabhängigkeitskrieg. Darüber hinaus vertraute die ''Union Army'' ebenso wie ihr Gegenstück zum ersten Mal auf die massive Verlegung von Truppen per Eisenbahn. Die Wehrpflicht unterstützte beide Seiten in ihrem Aufbau von Massenheeren. Im ersten industriellen Krieg der Neuzeit konkurrierten die beiden Armeen gleichwohl über den Wert der Kampfkraft hinaus. Auch außerhalb des Schlachtfeldes begann ein sozialer und propagandistischer Wettlauf, beispielsweise um die größere Tradition oder das bessere soziale Umfeld für den Einzelnen. Die Unterschiede zwischen Konföderierten und Unionstruppen waren insgesamt gering. Nach dem Sieg der Nordstaaten wurde die Südarmee aufgelöst, ehemalige Mitglieder wurden zum Teil in die Unionsarmee integriert. Bei der Union hatten 2,128 Mio. Soldaten gedient, davon starben 360.000. Die Konföderierten führten weniger genau Buch über ihre Verluste, sie werden auf 260.000 geschätzt, Tod durch Krankheit und andere Ursachen jeweils eingerechnet. Ihre Stärke soll zwischen 750.000 und einer Million betragen haben.
United_States_Army
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Im amerikanischen Sezessionskrieg (1861–1865) wurde zwar bereits Telegrafie genutzt, doch die Bedeutung der Datenverschlüsselung und der Dechiffrierung wurden noch unterschätzt. Auf beiden Seiten des Konflikts gab es keine Koordination im Bereich der Kryptographie, geschweige denn qualifizierte Experten. Welches Verfahren für welchen Zweck eingesetzt wurde, lag daher im Ermessen des jeweiligen Befehlshabers. Obwohl beide Seiten nur geringen Aufwand in das Knacken der Codes der Gegenseite investierten, gelangen zahlreiche Entzifferungen.
Geschichte_der_Kryptographie
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Das Museum liegt auf einem etwa 128 Hektar großen Gelände mitten im Industrie-Gebiet von Samut Prakan. Es hat aus der Luft gesehen die Form von Thailand selbst. Der Eingang befindet sich am südlichsten Zipfel, welches in Wirklichkeit die Landesgrenze nach Malaysia wäre. Über ein weit verzweigtes Netzwerk von asphaltierten Straßen kann jede einzelne Sehenswürdigkeit selbst mit dem eigenen Wagen erreicht werden. Das bevorzugte Transportmittel in der Alten Stadt ist das Fahrrad, welches am Eingang leihweise erhältlich ist. Gegen Gebühr können Image:Mueangboran0306a.jpg|Eingangstor zur Mueang Boran … Image:Watpsrattanamahathat04a.jpg|… und das Original im Wat Phra Sri Rattana Mahathat, Si Satchanalai
Mueang_Boran
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Im Jahre 773 wurde Aulfingen erstmals als ''Auwolvica'' urkundlich erwähnt. Gräberfunde lassen jedoch daraus schließen, dass eine Besiedlung bereits weitaus früher bestand. Ebenso wurden auf Aulfinger Gemarkung Reste eines römischen Gutshofes gefunden. Die Aulfinger ''Kirche St. Nikolaus'' ist 1437 erstmals als Kapelle bezeugt. Sie wurde 1488 und 1749 umgebaut und im Jahre 1912 im neubarocken Stil gestaltet. Im Jahr 1776 kam die Herrschaft Aulfingen an das Fürstenhaus Fürstenberg, welches noch heute einen großen Teil der Gemarkung besitzt. Am 1. Januar 1973 wechselte Aulfingen vom durch die Kreisreform aufgelösten Landkreis Donaueschingen zum Landkreis Tuttlingen. Seit dem 1. Januar 1974 ist Aulfingen ein Stadtteil von Geisingen.
Aulfingen
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Das unter Hugo Borger 1974 vollendete Museumsgebäude orientiert sich am Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik an der zum Rhein führenden römischen Hafenstraße. Das um 220/230 n. Chr. geschaffene Mosaik wurde 1941 beim Bau des Luftschutzbunkers am Dom entdeckt und blieb mit diesem erhalten. Ein Einschnitt in die Bunkerdecke gibt den Blick auf das Dionysosmosaik frei. Der preisgekrönte Museumsbau der Braunschweiger Architekten Heinz Röcke und Klaus Renner ging aus einem Wettbewerb hervor. Der Bau vergegenwärtigt den einst von der Stadtvilla mit dem Dionysos-Mosaik im römischen Stadtquartier an der Hafenstraße eingenommenen Bereich: Wer auf der römischen Hafenstraße geht, geht auf dem Laufhorizont des Mosaiks. Zugleich wird das rechtwinklige Straßenschema der Römerstadt erfahrbar. Die Hafenstraße mündete in die vom römischen Nordtor her als Cardo Maximus und heutige Hohe Straße die Stadt durchschneidende Fernstraße. An der jenseits des römischen Südtores nach Bonn weiterführenden Fernstraße stand der im Museum wiedererrichtete Grabbau des Legionärs Poblicius (um 40 n. Chr.). Damit vergegenwärtigt das RGM auch die antiken städtebaulichen Grundlagen des mittelalterlichen und neuzeitlichen Köln in der modernen Lebenswelt. Im 1971 bezogenen Studiengebäude befinden sich die Fachbibliothek und die Studiensammlungen. Sie enthalten die über den Bestand der Dauerausstellung hinausgehenden Bodenfunde.
Römisch-Germanisches_Museum
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Der Rundgang beginnt mit einem Besucherzentrum, das einige allgemeine Informationen vermittelt und einzelne Funde vom Neolithikum bis in das Mittelalter zeigt. Die Höhepunkte des Parks sind die römischen Villen mit ihren in situ vorhandenen Bodenmosaiken aus Tesserae. Bei der Villa des Aion handelt es sich um Reste eines kleineren Bauwerkes, das vor dem Statthalterpalast liegt. Die Bodenmosaike in der Empfangshalle zeigen unter anderem Leda mit Zeus, der sich in einen Schwan verwandelt hat und Dionysos auf dem Schoß des Gottes Hermes. Die Villa des Theseus war vermutlich der fast 10.000 m² große Palast des römischen Statthalters. Kern des Palastes ist ein weiter Innenhof mit über 100 umliegenden kleineren Räumen. Die seit 1965 von Archäologen der Universität Warschau ausgegrabene Villa ist mutmaßlich in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. gebaut und bis ins 7. Jahrhundert bewohnt worden. Ihr bedeutendstes Mosaik stellt Theseus und Minotaurus im Raum 36 dar, der unmittelbar an den Innenhof angrenzt. In der Villa des Dionysos wurden besonders viele gut erhaltene Mosaike in den Jahren 1962 bis 1965 entdeckt, die zu ihrem Schutz überdacht sind. Sie beschäftigen sich mit den typischen Themen der römischen Oberschicht in der Kaiserzeit und zeigen vor allem Jagd-, Kampf- und Liebesszenen. Auch die Bezeichnung „Villa des Dionysos“ weist nicht etwa auf den Namen des Hausherren hin, sondern ist nach dem großen Mosaik mit Dionysos, dem griechischen Gott des Weines, benannt. Das römische Odeon vor der Agora ist im Wesentlichen rekonstruiert. Sehenswert ist auch die Festung Saranda Kolones aus fränkischer Zeit, in der auch viele antike Säulen als Spolien wiederverwendet wurden.
Archäologischer_Park_Pafos
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Im Zentrum des großflächigen Mosaiks ist Dionysos in einem Wagen dargestellt. Neben ihm steht ein reifer Silenos der eher als Helfer des Gottes denn als Wagenlenker zu sehen ist. Der Wagen wird von zwei Panthern gezogen, zwei Kentauren (griechisch Κένταυρος ''Kentauros'', plural Κένταυροι ''Kentauroi)'' halten deren Zügel. Einer der beiden Kentauren ist ein reifer, bärtiger Mann der ein Gefäß (Krater) mit sich trägt das wahrscheinlich Wein enthält. Der andere Kentauer trägt auf seiner Schulter ein geschlossenes Gefäß in dem sich vermutlich die heiligen Symbole des Dionysos-Kults befinden. Der helle Hintergrund hebt die Figur des Dionysos hervor. Der Mosaik Künstler nutzte Mosaiksteine (Tesserae) unterschiedlicher Größe und mehrerer dutzend Farbschattierungen um Details plastisch darzustellen. Er gab damit seinem Werk den Charakter eines Gemäldes. Sicherlich wurde er zu seinem Werk durch ein bedeutendes Hellenistisches Gemälde inspiriert. Von hoher Qualität sind auch die Masken unter- und oberhalb des zentralen Mosaiks. Drei an der östlichen- und drei an der westlichen Seite. Die mittlere der drei Masken der unteren (östlichen) Seite zeigt Dionysos mit langen Locken. Die Maske zu seiner Linken zeigt einen reifen Satyr mit einer Stupsnase. Die Maske rechts von ihm zeigt einen Barbaren. Die Augen stechen hervor, sein Blick ist gesenkt. Wahrscheinlich handelt es sich um Lycurgos, König von Thrakien, und ein Feind des Dionysos. Er verfolgte den jungen Gott, der sich darauf hin ins Meer warf und von Thetis errettet wurde. Die Masken oberhalb (westlich) des Dionysosmosaiks bilden zur Linken eine jungen Satyr und zur Rechten einen älteren Silenos ab. Die Maske dazwischen zeigt das Gesicht einer Frau mit blauen Augen und lockigem Haar. Hierbei handelt es sich eventuell um die Nymphe Thetis, die Retterin des Dionysos. Das Kunstwerk wurde Anfang des 3. Jahrhunderts nach Chr. geschaffen. Das zentrale Mosaik, der Epiphanie des Dionysos, hat die Maße von 220 cm mal 150 cm; das gesamte Mosaik hat eine Grundfläche von rund 100 m².
Dionysosmosaik__Dion_
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Einen weiteren Blickwinkel auf der Suche nach Ursachen bietet die Betrachtung von asymmetrischen Informationen. Bezieht man dies nun auf die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung so zeigt sich, dass dem Arbeitgeber Informationen für eine ausreichende Beurteilung der Leistung des Mitarbeiters fehlen. Dieses Prinzip wird auch in der Prinzipal-Agent-Theorie vermittelt. Daraus lassen sich verschiedene Probleme ableiten. Der Chef kann das Verhalten seiner Angestellten entweder aufgrund mangelnder Fachkenntnisse nicht beurteilen (verdeckte Informationen) oder aus praktischen Gründen nicht beobachten (verdeckte Handlungen). Der Unternehmer kennt zwar das Ergebnis, dass nach der Arbeit erreicht wurde, er weiß allerdings nicht welcher Anteil dem Mitarbeiter und somit seiner persönlichen Leistung und welcher exogenen (Umwelt-)Einflüssen zuzuschreiben ist. Aus dieser Informationsasymmetrie resultiert zum einen die Gefahr für Shirking und zum anderen das moralische Risiko, denn der Arbeitnehmer kann diesen Spielraum zu seinen Gunsten ausnutzen.
Shirking__Betriebswirtschaftslehre_
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Männer begehen deutlich mehr Verbrechen als Frauen. Es gibt keine bekannte Gesellschaft, in der der Anteil der Frauenkriminalität höher ist als der der Männerkriminalität. 2006 waren etwa 4,3 % der weltweiten Gefängnisinsassen weiblich. 74,3 % der 2014 ermittelten Tatverdächtigen in Deutschland waren männlich. Speziell bei schwerwiegenden Delikten, bei organisierter und Bandenkriminalität ist der Anteil der Männer nochmals deutlich höher. Während in Österreich etwa 20 % der ermittelten Tatverdächtigen weiblich sind, beträgt ihr Anteil an Personen, die eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen, lediglich 4 %.
Menschliche_Geschlechtsunterschiede
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Nimmt man die in der amtlichen Statistik als Arbeitnehmer (die „Arbeiter“ und „Angestellte“ umfasst, auch die angestellten Manager) bezeichneten Personen als statistische Ersatzgröße für den Umfang der Arbeiterklasse, dann hat der Anteil der Arbeitnehmer (ein Begriff, der schon im 19. Jahrhundert als Gegenstück zu „Arbeitgeber“ geprägt wurde) an den Erwerbstätigen in einigen Industriestaaten im Zeitraum von 1980 bis 2008 insgesamt zugenommen. Die Erwerbstätigen sind die „Arbeitnehmer“ und die „Selbständigen und die mithelfenden Familienangehörigen“ (letzteres sind also nicht nur „Kapitalisten“). Allerdings ist diese Betrachtung umstritten, weil so auch hochbezahlte Angestellte als Arbeitnehmer zählen. Umgekehrt gibt es viele selbständige Geringverdiener.
Arbeiterklasse
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Johanns Halbbruder William Longespée konnte in der Seeschlacht bei Damme am 30. Mai 1213 einen Teil der französischen Flotte zerstören, so dass die Gefahr einer französischen Invasion zunächst gebannt war. Im Juni gab Johann den Befehl, ins Poitou aufzubrechen, doch zahlreiche Barone weigerten sich, ihm zu folgen. Besonders einige Barone aus Nordengland, angeführt von Eustace de Vesci, erklärten, dass ihre Vasallenpflichten sich nicht auf Dienste im Poitou beziehen würde, weshalb sie sich weigerten, Johann nach Frankreich zu folgen. Weitere Angehörige der Adelsopposition waren Robert FitzWalter, William de Mowbray und Geoffrey de Mandeville. Die Lage in Nordengland spitzte sich zu, als Johann nach dem Tod von Geoffrey Fitzpeter im Oktober 1213 den aus dem Poitou stammenden Peter des Roches als neuen Justiciar einsetzte. Dennoch unternahm Johann ohne die aufrührerischen Barone seinen Feldzug nach Frankreich und landete im Februar 1214 in La Rochelle. William Longespée führte eine zweite Armee nach Flandern, wo er sich mit Kaiser Otto IV., Graf Ferdinand von Flandern und Rainald von Boulogne zusammenschloss. Johann konnte zunächst die Unterstützung zahlreicher Adliger aus dem Poitou, selbst der Lusignans gewinnen und stieß im Juni bis Angers vor. Anschließend belagerte er die Burg von Roche-aux-Moines. Als Prinz Ludwig von Frankreich jedoch zum Entsatz anrückte, versagten ihm seine französischen Verbündeten die Unterstützung und Johann musste in der Schlacht bei Roche-aux-Moines kampflos das Schlachtfeld räumen und sich nach Süden zurückziehen. Nachdem seine Verbündeten am 27. Juli 1214 in der Schlacht bei Bouvines eine vernichtende Niederlage gegen Philipp II. erlitten hatten, war Johanns Feldzug vollständig gescheitert. Philipp II. stieß nun in das Poitou vor, und am 18. September vermittelte der englischstämmige Kardinal ''Robert Curzon'' einen fünfjährigen Waffenstillstand zwischen den beiden Königen. Am 13. Oktober landete Johann wieder in Dartmouth. Da wegen des fehlgeschlagenen Feldzugs seine Finanzmittel erschöpft waren, forderte er von seinen Baronen ein erneutes Schildgeld in Höhe von drei Mark pro knight’s fee. Eine der vier erhaltenen Ausgaben der Magna Carta von 1215 (British Library)
Johann_Ohneland
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Nachdem d’Aubigny vom König die Familienbesitzungen in England erhalten hatte, gehörte er zu den loyalen Unterstützern des Königs. 1207 war er Kommandant von Ludlow Castle, ehe er im selben Jahr Verwalter der Kanalinseln wurde. Als Johann Ohneland 1213 einen Feldzug nach Frankreich unternehmen wollte, sollte Philip als Marschall des Heeres dienen, doch der Feldzug wurde verschoben. Als der König dann im nächsten Jahr zu einem erfolglosen Feldzug nach Frankreich aufbrach, nahm d’Aubigny an der Expedetion teil. Als Unterstützer des Königs bezeugte er 1215 die Anerkennung der Magna Carta. Vor Ausbruch des Ersten Kriegs der Barone gegen den König wurde er dann im Juli 1215 zum Kommandanten von Bristol Castle ernannt.
Philip_d_Aubigny
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Später forderte König Johann Ohneland von Beauchamp für seine umfangreichen Besitzungen von 45 Knight’s fee mehrfach Schildgeld. 1210 gehörte Beauchamp vermutlich dem Heer an, mit dem der König einen Feldzug nach Irland führte. 1214 gehörte er dem Heer des Königs bei dessen Feldzug ins Poitou an. 1215 schloss sich Beauchamp jedoch in Stamford der Adelsopposition an, die den König wenig später zur Anerkennung der Magna Carta zwang. Die Anführer der Adelsopposition waren bei ihm in Bedford Castle zu Gast, und als es im Herbst 1215 zum offenen Krieg der Barone gegen den König kam, unterstützte Beauchamp die Rebellen. Als Rebell gegen den König wurde er deshalb von Papst Innozenz III. exkommuniziert. Im Dezember 1215 wurde Bedford Castle von Falkes de Bréauté, einem Anhänger des Königs, nach kurzer Belagerung erobert, während Beauchamp nicht in der Burg war. Er wurde während der Schlacht von Lincoln am 20. Mai 1217 von der königlichen Partei gefangen genommen.
William_de_Beauchamp__Adliger____1260_
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Alexander_II.__Schottland_ ==== Gegenschlag von Johann Ohneland und erneuter schottischer Angriff ==== Nachdem Alexander II. im Dezember 1215 die königliche Burg in Newcastle niedergebrannt hatte, unternahm Johann Ohneland einen Feldzug nach Norden. Er eroberte zahlreiche Burgen der Rebellen einschließlich Carlisle und Richmond und zwang die rebellischen Barone aus Yorkshire zur Flucht nach Schottland. Dort gelobten sie am 11. Januar 1216 in Melrose Alexander II. die Treue. Der englische König überschritt nun die schottische Grenze, eroberte am 15. Januar 1216 Berwick und plünderte und verwüstete Lothian bis hinauf nach Haddington. Ohne dass es zur offenen Schlacht kam, konnte Alexander II. die Engländer aber vertreiben, die sich wieder nach Süden zurückzogen. Die Schotten verfolgten sie bis nach Richmond. Dann belagerte er ab Juli 1216 Carlisle, das 8. August bis auf die Burg erobert wurde. Carlisle Castle ergab sich an einem unbekannten späteren Datum.
Alexander_II.__Schottland_
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Am 1. Januar 1951 begannen 400.000 chinesische und 100.000 nordkoreanische Soldaten eine Offensive, der die 200.000 Soldaten der UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. US-Streitkräfte und viele Zivilisten flohen in den Süden. Am 3. Januar 1951 wurde Seoul geräumt und in der Folge eine Verteidigungslinie zwischen dem Gelben Meer und dem Japanischen Meer gebildet. MacArthur verlangte nun den Abwurf von 34 Atombomben auf chinesische Städte, eine umfassende Seeblockade und den Einsatz nationalchinesischer Truppen. Dies lehnte die Regierung Truman ab. Als der Frost nachließ, konnten Südkoreaner und Amerikaner wieder zum Angriff übergehen. Im März 1951 wurde Seoul wieder von UN-Truppen besetzt, ein Großteil der Einwohner war zuvor von den kombinierten chinesischen und nordkoreanischen Streitkräften verschleppt oder bei Widerstand getötet worden. Die UN-Einheiten rückten anschließend wieder bis knapp über den 38. Breitengrad vor; der Krieg erstarrte danach ungefähr entlang der alten Demarkationslinie in einem Stellungskrieg. Aus militärischer Sicht ist kaum erklärbar, wieso sich die Front ausgerechnet hier stabilisierte; manche vermuten daher, dass es geheime Absprachen gab. Am 11. April 1951 entließ Truman General MacArthur, weil er die Richtlinien der amerikanischen Regierung und der UN nicht rückhaltlos unterstützt habe, und ersetzte ihn durch General Matthew B. Ridgway. Truman war der Auffassung, dass die von MacArthur geforderte Ausweitung des Konfliktes zu einem offenen (Atom-)Krieg der USA gegen China den „falschen Krieg am falschen Ort, zur falschen Zeit und mit dem falschen Gegner“ bedeutet hätte. Truman war noch immer überzeugt, eigentlich gegen die Sowjetunion zu kämpfen, die sich der Chinesen und Nordkoreaner lediglich als Marionetten bediene.
Koreakrieg
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Zeitgleich mit der Vorbereitung der Landung hatten die nordkoreanischen Armeen ihre eigenen Vorbereitungen für die entscheidungssuchende Großoffensive auf Busan abgeschlossen und begannen am 1. September mit dem Angriff. Die UN-Streitkräfte im Brückenkopf gerieten in starke Bedrängnis, konnten jedoch unter Einsatz aller Reserven, Ausnutzung ihrer überlegenen Feuerkraft und Luftunterstützung die Angriffe zum Stehen bringen und den Angreifern schwere Verluste zufügen. Zwei Wochen nach Beginn der Offensive waren die Nordkoreaner durch die hohen Ausfälle bereits stark geschwächt und mit der am 16. September zeitgleich mit dem Angriff gegen Incheon beginnenden Gegenoffensive aus dem Busan-Brückenkopf gerieten die nordkoreanischen Streitkräfte in eine hoffnungslose Lage. Von vorn und hinten angegriffen und von ihren Nachschubquellen abgeschnitten, wurde die Masse der noch etwa 70.000 Soldaten zählenden nordkoreanischen Verbände, die in Südkorea kämpften, überwältigt oder versprengt. Viele der Versprengten schlossen sich den im unwegsamen Bergland kämpfenden Partisanen an. Obwohl die Kämpfe weitergingen, fanden die angreifenden UN-Streitkräfte kaum noch ernsthaften Widerstand und vereinigten sich bereits zehn Tage nach Angriffsbeginn südlich von Seoul mit den Truppen des X. Korps. Der nordkoreanischen Führung verblieben nach dieser Niederlage lediglich noch etwa 30.000 Soldaten, die den nun etwa 140.000 Mann zählenden UN-Truppen in Korea hoffnungslos unterlegen waren.
Operation_Chromite
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Maschinengewehrschützen in Korea, 1950 Als im Sommer 1950 der Koreakrieg begann, war die 1. US-Kavalleriedivision noch in Japan als Besatzungstruppe stationiert. Der schnelle Vormarsch der Nordkoreanischen Volksarmee drängte die südkoreanischen Verteidiger auf einen schmalen Streifen um die Hafenstadt Busan zurück, der so genannten Schlacht um den Busan-Perimeter. Die Division entlastete die eingeschlossenen UN-Truppen um Busan durch eine amphibische Landung bei Pohang. Sie durchbrach den Belagerungsring Mitte September 1950 und stieß nach Norden vor. Den 38. Breitengrad, die Grenze zwischen Nord- und Südkorea, überschritt die Division am 9. Oktober, und die vordersten Einheiten erreichten am 19. Oktober Pjöngjang. Die Intervention der Volksrepublik China warf die UN-Truppen Ende 1950/Anfang 1951 wieder hinter die Demarkationslinie zurück. Die südkoreanische Hauptstadt Seoul wurde geräumt und im März wieder zurückerobert. Die 1. Kavalleriedivision übernahm die Verteidigung der Hauptstadt im sich nun entwickelnden Stellungskrieg. Sie wurde im Januar 1952 abgelöst und nach Hokkaidō zurückverlegt. Die Division verlor über 3.800 Soldaten, mehr als 12.000 wurden verwundet. Die Division kehrte 1957, vier Jahre nach dem Waffenstillstand, nach Korea zurück und übernahm die Kontrolle über die Demilitarisierte Zone zwischen dem Norden und dem Süden bis 1965.
1st_Cavalry_Division__Vereinigte_Staaten_
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Lee Quede wurde als Sohn eines Gutsbesitzers im Landkreis Chilgok-gun () oder der Stadt (Daegu ) der heutigen Provinz Gyeongsangbuk-do () im Süden des damaligen noch geeinten Koreas geboren. Nach seiner Grundschulzeit wechselte er 1927 an die private ' in Seoul, wo er unter dem Maler und Lehrer Chang Bal () (1901–2001) studierte und später an die ' in Tokio wechselte, die heute als Kunsthochschule Musashino bekannt ist. Im Alter von 20 Jahren heiratete Lee seine Frau Yu Gap-bong () (1914–1980), mit der er viel zeit in Japan während seine Studiums verbrachte. 1938 schloss er sein Kunststudium erfolgreich ab. Als Korea von der japanischen Besatzung befreit war, engagierte er sich 1945 zunächst im ' für die Entwicklung der koreanischen Kunst in der Südhälfte des Landes. Doch durch ideologische Strömungen gestörte, trat er aus dem Verband wieder aus und 1946 auch nur für kurze Zeit dem nordkoreanischen Verband Joseon-Kunstallianz bei. Nachdem sein älterer Bruder Lee Myeong-geon () 1948 nach Nordkorea übergelaufen war und eine hohe Position in der Kommunistischen Partei Nordkoreas bekleidete, geriet Lee in Schwierigkeiten, wurde von der südkoreanischen Polizei verhört und von der antikommunistischen Organisation ' gezwungen sich öffentlich antikommunistisch zu positionieren. Als der Koreakrieg begann und Seoul von nordkoreanischen Truppen besetzt wurde, wurde er gezwungen dem nordkoreanischen Kunstverband erneut beizutreten. Bei der Rückeroberung Seouls durch die Alliierten im Jahr 1950 nahmen südkoreanische Soldaten ihn gefangen und deportierten ihn auf die Insel Geojedo () in das dortige Kriegsgefangenenlager. Angeblich von Rechten aus der Kunstszene bedroht, gelang es ihm nach einem im Jahr 1953 organisierten Kriegsgefangenenaustausch, ein Jahr später ohne seine Frau und Kinder nach Nordkorea überzusiedeln. Dort soll er erneut geheiratet und Kinder bekommen haben. In der Kunstszene von Nordkorea trat er aber nicht mehr in Erscheinung und verstarb 1965, eine andere Quelle gibt 1987 an, an einem unbekannten Ort.
Lee_Quede
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Die Stadt Santa Monica, zunächst als kleine spanische Siedlung gegründet, wurde von 1828 bis 1848 mexikanisch, um danach US-amerikanisch zu werden. Der Ort, der um das Jahr 1900 weniger als 3000 Einwohner hatte, wurde von den Geschäftsleuten John Percival Jones und Robert Baker im Jahr 1875 weiter ausgebaut. Die rechteckig angelegte Siedlung war damals durch die Ocean Avenue an der Küste, die Montana Avenue im Nordwesten, die Colorado Avenue im Südosten und landeinwärts durch die 26th Street begrenzt. In der ersten Strandreihe wurden Grundstücke für Sommerresidenzen zum Preis von 300 Dollar veräußert. Dahinter, in der Second Street, standen die ersten Steingebäude. Das älteste hiervon heute noch erhaltene Haus ist der Rapp Saloon, in dem der deutschstämmige William Rapp den „Los Angeles Beer Garden“ betrieb. Robert Baker ließ zwischen Los Angeles und Santa Monica in nur zehn Monaten eine 27 Kilometer lange Eisenbahnstrecke bauen, die dem Ort einen schnellen Aufschwung ermöglichte. 1887 wurde das Arcadia Hotel eröffnet, das zur damaligen Zeit das vornehmste Strandetablissement Südkaliforniens war. Santa Monica entwickelte sich in den kommenden Jahren zum Bade- und Vergnügungsort für den Großraum Los Angeles. Hauptattraktion wurde der Santa Monica Pier.
Santa_Monica